Herbstbestellung

Roggenanbau macht das Rennen


Wintergetreide hat in Deutschland wieder Fläche gewonnen. Dagegen verliert der Rapsanbau weiter massiv an Boden.

Im Herbst haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland auf gut 5,4 Mio. ha Wintergetreide zu Ernte 2019 ausgesät. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist die Aussaatfläche im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Allerdings war noch vor einem Jahr die Fläche um 2 Prozent geschrumpft, weil im nassen Herbst 2017 nicht alle Anbaupläne verwirklicht werden konnten.

Anders die Situation im Herbst 2018: Es war überwiegend viel zu trocken. Darunter hat vor allem Winterraps gelitten. Das Statistische Bundesamt geht nur noch von einer deutschen Fläche zur Ernte 2019 von 917.100 ha  aus. Im Vergleich zum Vorjahr fehlt ein Viertel. Diese Prognosen überraschen nicht, sie sind bereits mehrfach von Marktbeobachtern vorhergesagt worden.

Wintergerste, Triticale, Roggen legen zweistellig zu

Zugenommen hat im Gegenzug die Aussaatfläche von Winterweizen im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf gut 3,0 Mio. ha. Wintergerste hat sogar knapp 13 Prozent hinzugewonnen und steht auf fast 1,4 Mio. ha. Ebenso zugelegt hat Triticale um 10 Prozent auf 391.800 ha. Sehr deutlich gewonnen hat überdies Roggen. Hier hat das Statistische Bundesamt ein Flächenwachstum um 22 Prozent auf 637.000 ha ermittelt.

Die Statistikbehörde weist einschränkend darauf hin, dass es sich bei den Zahlen um hochgerechnete Aussaatflächen handelt, die auf Mitteilungen einer begrenzten Anzahl von Ernteberichterstattern in den Bundesländern von Ende November 2018 basieren. Daher sind diese Ergebnisse als Anbautendenzen zu bewerten. Die Flächen können sich auch noch durch Auswinterungsschäden verringern.

In Frankreich sind ebenfalls kürzlich Flächenschätzungen zur Ernte 2019 vorgelegt worden. Auch dort geht der Rapsanbau in den Keller. Die Weizenfläche ist dagegen größer als im Vorjahr.

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