Herbstkulturen

Raps ist in Sachsen der große Verlierer


Die Bodenkarte von Sachsen
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Die Bodenkarte von Sachsen

Landwirte in Sachsen haben die Herbstaussaat nach dem extremen Trockenjahr abgeschlossen. Gerste und Roggen legen zu.

In Sachsen haben Landwirte rund 17 Prozent weniger Raps ausgesät. Mit 104.600 ha Winterraps wurden rund 21.300 ha weniger bestellt als im Vorjahr. Dies teilt das sächsische Landesamt mit. Landwirte beschreiben die Bodenverhältnisse zur Aussaat im August mitten in der Dürre, wie "Puderzucker" der zerfällt und das Saatkorn nicht aufnimmt. Die mit Triticale bestellte Fläche reduzierte sich auf 17.200 ha um 4 Prozent. Dafür haben Landwirte die Anbauflächen im Herbst von Wintergerste um 5.300 ha oder 6 Prozent auf 95.200 ha ausgedehnt. Auch bei Roggen gibt es einen Anstieg um beachtliche 18 Prozent auf auf 32 900 ha. Die Winterweizenfläche bleibt 2018/19 in Sachsen mit 191.900 ha auf fast gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Untere Schichten immer noch zu trocken

Die Bodenfeuchte ist nach den Niederschlägen im November und Dezember längst noch nicht wiederhergestellt. Vor allem die unteren Bodenschichten sind trocken, beschreiben Landwirte die Situation. Teilweise kommt es zu Glanzstellen, wo das Getreide nicht aufgelaufen ist. Vielerorts sind die Bestände aufgelaufen, aber die Wurzeln sind vor dem Winter nur schwach ausgebildet. Die nächste Erhebung der Wintersaaten im April wird zeigen, wie gut die Pflanzen über den Winter gekommen sind, heißt es im Landesamt in Dresden.
63 Prozent Winterssaten
Auf insgesamt 443.400 ha wurden in Sachsen Getreide, Ganzpflanzenkulturen und Winterraps gedrillt. Damit sind fast 63 Prozent des Ackerlandes mit diesen Winterfrüchten bedeckt.


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