Nestle

Die Nahrungskonzerne Nestlé und Unilever besetzen gemeinsam mit fünf Lebensmittel-Dienstleistern das Thema Tierwohl. Die beschriebenen Standards sind aber in Deutschland schon umgesetzt.

Mit der Gründung der Global Coalition for Animal Welfare (GCAW) setzen sich mehrere Nahrungsmittelkonzerne und Food-Service-Anbieter das Ziel, den Anteil sämtlicher Fleischprodukte, die aus tierwohlorientierten Haltungsbedingungen stammen, weltweit zu erhöhen. Neben Nestlé, Unilever und Ikea Food Service haben sich auch die Caterer Aramark, Compass Group, Elior Group und Sodexo in der Initiative zusammengeschlossen. Es sei die erste industrieseitige Initiative, die eine weltweite Verbesserung des Tierwohls und eine Erhöhung der Standards anstrebt, heißt es in einer Mitteilung.

Druck von Aktionären

Branchenexperten vermuten kritische Aktionäre und Investoren hinter dem Vorstoß der Unternehmen, meldet lz.net. Bemängelt werden die bislang nur grob beschriebenen Ziele, die hierzulande bereits zum Standard zählten. So sollen beispielsweise Leitlinien zu einer käfigfreien Haltung festgelegt werden oder Haltungsbedingungen von Masthähnchen und Farmfisch verbessert werden. Zudem sollen globale Standards für den Transport und die Schlachtung festgelegt werden sowie Bedingungen für eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Bakterien. Bis 2019 will die GCAW eine Agenda vorlegen, in der diese Aspekte noch genauer ausgearbeitet werden sollen. Das soll in Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wissenschaft, der Industrie und der Zivilgesellschaft geschehen.

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