Initiative Tierwohl

ITW liebäugelt mit Schweinefleisch-Label

Im April startet die ITW mit dem Geflügelfleisch-Label. Auch für Schweinefleisch könnte eine Kennzeichnung kommen. Ebenso gibt es Gespräche mit Großhandel und Gastronomie.

Die Initiative Tierwohl (ITW) von Land- und Agrarwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel (LEH) beabsichtigt, auch ein Label für Schweinefleisch einzuführen. Die Initiative hoffe, „noch in diesem Jahr ein Konzept fertigzustellen“, sagte ITW-Sprecher Dr. Patrick Klein im Gespräch mit der agrarzeitung (az). Bei Schweinefleisch wird geprüft, ob und wie Nämlichkeit erreicht werden kann. Voraussichtlich werde das Label erst einmal die Maststufe abdecken. Derzeit sei die Initiative dazu in Gesprächen mit LEH, Fleischwirtschaft und Landwirtschaft.
Korrektur
In der Ursprungsversion des Textes wurde der Eindruck erweckt, dass die Initiative Tierwohl bereits im Jahr 2018 eine Kennzeichnung für Schweinefleisch einführt. Das ist falsch. Korrekt ist, dass die ITW derzeit an einem Konzept für Schweinefleisch arbeitet. Ein Zeitpunkt für eine Einführung kann jetzt nicht genannt werden.
Das Label für bearbeitetes, also beispielsweise paniertes oder mariniertes Geflügelfleisch soll im Oktober 2018 eingeführt werden und nicht wie ursprünglich geschrieben im April 2018.


Ab April wird die ITW bereits ein Label für frisches Geflügelfleisch anbieten. Das Label kennzeichnet auf der Verpackung eines Produktes, dass es aus einem teilnehmenden Betrieb der Initiative Tierwohl stammt. Im Oktober 2018 soll das Label auf bearbeitetes, also beispielsweise auf mariniertes, gewürztes und paniertes Geflügelfleisch ausgedehnt werden.

Mit Jahresbeginn ist die Initiative in ihre zweite Programmphase bis 2020 gestartet. Rund 6.000 landwirtschaftliche Betriebe nehmen inzwischen an ihr teil, darunter rund 4.100 schweinehaltende Betriebe sowie 1.900 Mastgeflügelhalter, hatte die Initiative zur Grünen Woche im Januar mitgeteilt. Für die Zukunft hofft die ITW, weitere Branchen wie Großhandel, Gastronomie und Unternehmen der Systemgastronomie als Unterstützer zu gewinnen. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit einer großen Fast-Food-Kette“, sagte dazu Initiativen-Sprecher Patrick Klein. 


Den ausführliche Artikel lesen sie in der aktuellen Ausgabe der agrarzeitung.

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