Insolvenz

Protein- und Getreidehandel bei Mackprang defizitär

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Gesellschafter und Banken sehen für das Hamburger Getreidehandelshaus keine Zukunft mehr. Mackprang hatte vor einer Woche einen Insolvenzantrag gestellt.

„Unter bestimmten Bedingungen hätten wir noch einmal Geld zur Verfügung gestellt“, so Jan Bohnhorst von der Bohnhorst Gruppe, Gesellschafter der C. Mackprang jr. GmbH & Co. KG, gegenüber der agrarzeitung (az). Über Einzelheiten wie die Höhe des Defizits wollte er nicht sprechen. 

Die Wirtschaftsprüfer stellten keine positive Prognose für das Unternehmen. Wegen der Marktentwicklung hat Mackprang im Jahr 2017 laut Bohnhorst keinen Gewinn gemacht. Neben der Getreidesparte sei insbesondere der Proteinbereich defizitär. 

Bereits Ende 2016 war das ehemalige Familienunternehmen und die zwischenzeitliche Tochter von KTG Agrar in Schwierigkeiten. Die Bohnhorst Gruppe wollte mit ihrem Einstieg als Gesellschafter die eigenen Kontakte nutzen und den Großhändler mit der Landwirtschaft und damit dem physischen Geschäft verknüpfen. Dieses Vorhaben ist gescheitert. Ziel sei jetzt, die Gläubiger zufrieden und bestehende Kontrakte glatt zu stellen. Von der anstehenden Liquidation des Unternehmens sind 15 Mitarbeiter betroffen. Die Aktivitäten der Bohnhorst Gruppe sind nach eigenen Angaben von diesem Schritt nicht beeinträchtigt. 

Gesellschafter von Mackprang sind mit 60 Prozent die JK Agrar GmbH, unter anderem mit der Bohnhorst Beteiligungsgesellschaft. Auch August Töpfer & Co. (ATCO) ist mit 40 Prozent beteiligt. 


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