Internationale Lebensmittelpreise

FAO-Index blieb im Juni stabil


Die FAO ist eine Einrichtung der UN, die die internationale Preisentwicklung einer Reihe von festgelegten Lebensmitteln beobachtet .
Bild: Pixabay / ElasticComputeFarm
Die FAO ist eine Einrichtung der UN, die die internationale Preisentwicklung einer Reihe von festgelegten Lebensmitteln beobachtet .

Der Lebensmittelpreisindex der Food and Agriculture Organization (FAO) der UN ist durch Milchprodukte und pflanzliche Öle leicht gesunken. Getreide, Zucker und Fleisch stiegen dagegen im Preis.

Der FAO-Lebensmittelpreisindex, der auf monatlichen Preisänderungen eines Korbs international gehandelter Lebensmittel basiert, lag im Juni bei 173 Punkten und damit um 0,3 Prozent unter dem Wert vom Mai sowie annähernd auf dem Niveau vom Juni 2018, meldet aiz.info.

Der FAO-Getreidepreisindex ist im Juni um knapp 11 Punkte oder 6,7 Prozent auf durchschnittlich 173,2 Punkte im Vergleich zum Vormonat geklettert. Zudem liegt der Index für diese Warengruppe 3,8 Prozent über dem Stand vom Juni 2018. Die Aufwärtsbewegung führt die FAO auf einen starken Anstieg der Notierungen für Maisexporte zurück. Es handelt sich dabei um das dritte monatliche Plus in Folge, das Experten mit einem voraussichtlich deutlich geringeren Exportangebot in den Vereinigten Staaten, dem weltweit größten Produzenten und Exporteur von Mais, begründen. Die internationalen Weizenpreise erholten sich nach zwei rückläufigen Monaten zum Teil wegen Produktionsunsicherheiten, aber auch die höheren Maiswerte wirkten sich positiv aus.

Der FAO-Pflanzenölpreisindex hat im Juni mit durchschnittlich 125,5 Punkten den tiefsten Stand seit Dezember 2018 erreicht. Gegenüber dem Vormonat ist der Index um 2 Punkte oder 1,6 Prozent gesunken, was laut FAO vor allem die schwächelnden Preise für Palm- und Sojaöl widerspiegelt. Die Notierungen für Raps- und Sonnenblumenöl legten hingegen leicht zu. Die Abwärtsbewegung bei Palmöl erklären Experten der UN-Organisation mit einer weltweit schwachen Importnachfrage sowie mit guten Produktionsaussichten in wichtigen Exportländern in der laufenden Saison. Die Notierungen für Sojaöl gaben ebenso aufgrund von Prognosen für eine ausreichende Versorgung sowie gedämpfte Exportaussichten leicht nach. Die Notierungen für Sonnenblumen- und Rapsöl wurden dagegen von einer anhaltend robusten Importnachfrage und der erneuten Besorgnis über ungünstige Erntebedingungen in wichtigen Erzeugerländern gestützt.

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