Internationaler Agrarhandel

ADM strukturiert um


Der globale Agrarkonzern ADM ordnet die Geschäftsfelder neu. Kleinere Aktivitäten werden umverteilt, und es gibt neue Bezeichnungen.

Archer Daniels Midland (ADM) teilt mit, dass ab sofort die Geschäftstätigkeit vier Segmenten zugeordnet wird. Diese Neuaufteilung wird sich ab dem Bericht zum 1. Quartal 2018, der Anfang Mai geplant ist, auch in der Zuordnung von Umsatz und operativen Ergebnissen widerspiegeln.

  • Das Segment „Carbohydrate Solutions“ umfasst die bisherige Verarbeitung zu Maisstärke und Ethanol. Es wird ergänzt durch die Getreidevermahlung von ADM, die bisher bei der Getreideerfassung angesiedelt war.
  • In diesem Zuge wird das Handelssegment, das bisher „Ag Services“ hieß, umbenannt in „Origination“. Dazu gehören die Erfassung von Agrarrohstoffen in den Ländern, in denen ADM Standorte betreibt, der gesamte globale Agrarhandel und die Transportdienstleistungen.
  • Unverändert aufgestellt bleibt die Ölsaatensparte einschließlich Biodiesel („Oilseeds“), die 2017 bei ADM mit einem Anteil von 37 Prozent den größten Umsatz stellte. Allein in Deutschland ist ADM mit vier Ölmühlen und zwei Biodieselwerken vertreten.
  • Neu wiederum ist der Name des wachsenden Spezialitätensegments, das jetzt als „Nutrition“ antritt. Dazu gehört im Wesentlichen das Geschäft mit natürlichen Aromen, in das ADM 2014 mit der Übernahme von „Wild Flavors“ eingestiegen war. Außerdem umfasst es Zusatzstoffe wie Sojaproteine und Emulgatoren sowie das Tiernahrungsgeschäft.
ADM war in den vergangenen Wochen immer mal wieder in den Fokus der Wirtschaftsmedien geraten. Diese berichteten von Gesprächen über eine möglicherweise geplante Übernahme des Konkurrenten Bunge.

Zuletzt ist jedoch Ruhe in die Gerüchteküche eingekehrt. Die Übernahmepläne lägen auf Eis, meldete vor einer Woche das Wall Street Journal.

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