Internationaler Agrarhandel

ADM übernimmt britischen Händler


Der US-Konzern baut sein Geschäft auf der britischen Insel weiter aus.
Bild: ADM
Der US-Konzern baut sein Geschäft auf der britischen Insel weiter aus.

Der US-Agrarkonzern lehnt vorläufig eine 'Monsterfusion' mit Bunge ab. Stattdessen baut er sein Geschäft in Großbritannien aus.

Der US-Agrarkonzern Archer Daniels Midland Co (ADM) erwirbt weitere 50 Prozent an dem britischen Getreidehändler Gleadell. Der bisherige französische Teilhaber InVivo konzentriert sich mehr auf den Exportmarkt von Frankreich aus.

Gleadell mit Sitz in Gainsborough ist eines der größten britischen Agrarhandelsunternehmen von Getreide und Ölsaaten. Die Übernahme von Gleadell, die auch deren Tochtergesellschaft Dunns Ltd. einschließt, soll im 1. Quartal 2019 abgeschlossen sein, teilte ADM mit. Details zum Kaufpreis wurden nicht bekannt. ADM plant, Gleadell und Dunns mit seinen britischen Ablegern ADM Arkady and ADM Direct UK zu vereinen und daraus ADM Agriculture Ltd. entstehen zu lassen.

„Die Transaktion wird die Kerngeschäfte von ADM wie Erfassung, Lagerung und Vermarktung in Großbritannien stärken“, heißt es in einem ADM-Statement. Gleadell ist ein wichtiger Lieferant auf dem EU-Binnenmarkt. Das Unternehmen verfügt über Hafenplätze, Ladevorrichtungen und Silos.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters spricht Juan R. Luciano, CEO von ADM, auch über die Kaufabsichten von ADM an Bunge Ltd. Diese würden zunächst nicht verfolgt. Er habe feststellen müssen, die Zeit wäre noch nicht reif für eine solche 'Monsterübernahme', sagte Luciano.

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