Umzug

Agravis wechselt Zentralstandort

Künftig werden die Flaggen an einem neuen Zentralstandort wehen.
Bild: Agravis
Künftig werden die Flaggen an einem neuen Zentralstandort wehen.

Die Hauptgenossenschaft verkündet einen Schritt mit Symbolwirkung: Eine der beiden Konzernzentralen zieht um.

Die Agravis Raiffeisen AG will mit ihrer Hannoveraner Zentrale in einen Neubau am Standort Isernhagen umziehen. In ein bis zwei Jahren solle der Umzug in die Chromstraße 19 in Isernhagen beginnen, teilte die Hauptgenossenschaft mit Sitz in Münster und Hannover dazu am heutigen Freitag mit. Das jetzige Saatgutzentrallager werde damit einerseits immer mehr zu einer Drehscheibe für die Stückgutlogistik, andererseits zum Agravis-Sitz in der Region, teilte die Hauptgenossenschaft in Münster und Hannover am Freitag mit. Die zweite Unternehmenszentrale in Münster bleibe an ihrem Standort erhalten, sagte ein Agravis-Sprecher im Gespräch mit agrarzeitung.de.

Die Hannoveraner Zentrale ist im Unterschied zum Münsteraner Standort gemietet. In Hannover arbeiten rund 150 Mitarbeiter der Agravis. Die Bereiche Handel, Technik, Pflanzenbau, Teile der Bereiche Energie, sowie zum Teil das Controlling sind dort angesiedelt. Ende 2020 bis Anfang 2021 werde der Umzug vonstatten gehen, wenn alles schnell läuft, sagte ein Agravis-Sprecher gegenüber agrarzeitung.de. In Isernhagen soll nach Angaben der Agravis ein rund 2.800 Quadratmeter großer Neubau mit rund 150 modernen Arbeitsplätzen entstehen, der 2020 fertiggestellt werden soll. Vor Ort wird das bestehende Bürogebäude abgerissen. 

Das Unternehmen rechnet mit etwa einem Jahr Bauzeit. Rund 4 Mio. € will die Hauptgenossenschaft am Standort Isernhagen bei Hannover investieren. Bisher befinden sich dort neben dem Saatgutzentrallager Laborflächen. Perspektivisch soll dort der Logistikumschlagplatz für die Region entstehen, war am Freitag weiter zu erfahren. Die Agravis will die Mitarbeiter an der Gestaltung des Neubaus beteiligen; es soll einen Planungsausschuss geben.

„Die Bündelung an einem operativen, modernen, leistungsstarken und repräsentativen Standort sichert schlanke Prozesse, kurze Wege und schnelle Abstimmungen im Agravis-Kerngeschäft: dem Pflanzenbau, der Technik und dem Agrarhandel“, begründet Agravis-Vorstandschef Dr. Dirk Köckler den Schritt. Als Rückzug aus Hannover will Agravis den Schritt nicht verstanden wissen: „Wir bauen uns unsere Zukunft und investieren rund 4 Mio. Euro – das ist ein klares Bekenntnis zur Region, in unser Geschäft und ein gutes Zeichen für die genossenschaftliche Zusammenarbeit“, betont der CEO.

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