Jahresabschluss

BASF verkauft mehr Pflanzenschutzmittel

Das schwierige Agrargeschäft in Brasilien macht der BASF nach wie vor zu schaffen. In diesem Jahr konzentriert sich der Blick auf die geplanten Zukäufe.

 

Nach einem belebten Agrargeschäft im 4. Quartal schließt das Segment 2017 für den BASF-Konzern mit leichtem Umsatzplus, aber schwächerem Gewinnbeitrag ab. Die BASF berichtet für das Gesamtjahr, dass der Pflanzenschutzumsatz im Vergleich zu 2016 um 2 Prozent auf 5,7 Mrd. € gestiegen ist. Die Absatzmengen konnten nach Angaben des Konzerns erhöht werden, wogegen Preisrückgänge insbesondere in Südamerika und negative Währungseffekte das Umsatzwachstum begrenzt hätten. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) vor Sondereinflüssen verfehlte im Agrarsegment mit 1 Mrd. € das Vorjahresergebnis um 5 Prozent. Als Hauptgründe für den Rückgang nennt die BASF eine niedrigere durchschnittliche Marge sowie die schwierige Marktsituation in Brasilien.

Für 2018 ist der Ausblick durch die geplante Übernahme wesentlicher Teile der Saatgutsparte und der Liberty-Link-Technologie von Bayer geprägt. „Diese ergänzen unser gut etabliertes und erfolgreiches Pflanzenschutzgeschäft und unsere Aktivitäten in der Biotechnologie hervorragend“, bekräftigte Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, am Dienstag  bei der Vorlage des Geschäftsberichts in Ludwigshafen. Mit dem Abschluss der Übernahme rechnet er „im ersten Halbjahr 2018“. Den Termin gibt die EU-Kommission vor, die bis Anfang April ihre Bedingungen für die Übernahme von Monsanto durch Bayer bekannt geben will. Die BASF verspricht sich durch den Kauf einen höheren Umsatz im Agrargeschäft, weist aber vorsorglich darauf hin, dass 2018 ein „negativer Ergebniseffekt aufgrund des Zeitpunkts der Übernahme, der Saisonalität des zu akquirierenden Geschäfts sowie der erwarteten Integrationskosten“ eintreten wird.

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