Jahresabschluss

DSV wächst mit Gräsern


In der Zentrale in Lippstadt stehen die Zeichen auf Wachstum.
Foto: DSV
In der Zentrale in Lippstadt stehen die Zeichen auf Wachstum.

Die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) hat im Geschäftsjahr 2018/19 die eigenen Erwartungen übertroffen. Sie meldet Rekordergebnisse und investiert kräftig.

Das Unternehmen berichtet, dass in der DSV-Gruppe der Umsatz im Geschäftsjahr 2018/19 auf 208 (Vorjahr 174) Mio. € gesteigert werden konnte. Das Betriebsergebnis wuchs auf 11 (7,8) Mio. €. Die deutsche Gesellschaft hat dazu einen Umsatz von 183,7 (157,9) Mio. € beigesteuert. In Deutschland nennt das Unternehmen als große Umsatztreiber die Warengruppen Gräser und Ökoprodukte. Den Zuwachs im Absatz von Gräsersaatgut führt die DSV auf den Dürresommer 2018 zurück, der Schäden am Grünland und große Futterlücken hinterließ.

Einbußen hat die DSV dagegen mit dem Absatz von Rapssaatgut verbucht. Hier hat der Saatgutanbieter wie auch die Konkurrenz unter der weiter schrumpfenden Anbaufläche gelitten. Immerhin sei es aber gelungen, im Rapool-Ring, deren Gesellschafter die DSV ist, den Marktanteil in Deutschland zu halten, ergänzt das Unternehmen.

Ausbau in drei Bundesländern

Gestiegen sind 2018/19 die Investitionen der DSV auf 5,8 Mio. €. Das waren 2,7 Mio. € mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Um den Anforderungen an Qualitätssaatgut und steigenden Absatzmengen gerecht zu werden, baut die DSV drei Standorte in Deutschland aus. So wurden in der Zentrale in Lippstadt (NRW) und in der Zweigstelle Steinhorst (Niedersachsen) neue Fertigungslinien für die Saatgutabpackung errichtet. In Bückwitz (Brandenburg) wird derzeit eine neue Lagerhalle gebaut.

Die Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
Die DSV ist ein Pflanzenzuchtunternehmen mit Hauptsitz in Lippstadt. Forschung, Züchtung, Produktion und Vertrieb verschiedener Kulturarten sind das Ziel des Unternehmens, dessen Wurzeln nahezu 100 Jahre zurückreichen. In Deutschland sind mehr als 480 Mitarbeiter tätig. In der Gruppe werden ca. 600 Mitarbeiter beschäftigt. Zur DSV-Gruppe gehören Tochterunternehmen in Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Polen und der Ukraine. Außerdem besteht eine Beteiligung in Kanada.
Generell blickt der DSV-Vorstand optimistisch in die Zukunft. „Unser Unternehmen ist anpassungsfähig und agil. Die starken Markenprogramme bei Gräsern und Zwischenfrüchten sowie vielversprechende Sortenentwicklungen in einer breiten Kulturpalette sind beste Voraussetzung dafür, wichtige Märkte weiter zu erschließen und die Internationalisierung der DSV voranzutreiben“, so Clive Krückemeyer, der zusammen Dr. Eike Hupe den DSV-Vorstand bildet. Die DSV-Aktionäre erhalten angesichts der guten Geschäftszahlen eine Gewinnausschüttung von 0,08 Euro/Aktie.

 

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