Jahresbericht

Yara muss Abstriche machen


Steigende Düngemittelnotierungen im 4. Quartal konnten einen Rückgang von Umsatz und Gewinn beim norwegischen Düngerhersteller Yara im Geschäftsjahr 2017 nicht verhindern. Für die Aktionäre sind das keine guten Neuigkeiten.

Die Ankündigung des Vorstandes, die Dividende zu kürzen, löste an den Börsen am Donnerstag einen überschaubaren Aktiensturz aus. Denn für das Gesamtjahr 2017 muss Yara Abstriche machen. Auf knapp 94 Mrd. norwegische Kronen (NOK), umgerechnet 9,7 Mrd. €, sank der Umsatz. Der vorläufige Betriebsgewinn brach um 5 auf rund 3,7 Mrd. NOK ein.

Yara hält von dieser negativen Stimmung wenig. Denn der weltweit größte Düngerproduzent will die Kapazitäten in einigen Werken ausbauen, investiert aber gleichzeitig Geld, um die Produktionskosten weiter zu senken. Damit will Yara vor allem die gestiegene Nachfrage nach Premiumdüngern bedienen. Ferner setzt das Unternehmen sein Effektivitätsprogramm weiter um.

Die weltweiten Auslieferungen von Stickstoffdüngern blieben 2017 mit rund 27 Mio. t nahezu stabil gegenüber Vorjahr. Die Durchschnittspreise für Stickstoffdünger fallen laut Geschäftsbericht durchweg höher aus als 2016. Für Kalkammonsalpeter (KAS) cif Deutschland werden durchschnittlich 218 (2016: 199) US-$/t genannt. Die Preisanstiege sind vornehmlich den geringeren Harnstoffausfuhren aus China geschuldet. Dort ist es wegen der unwirtschaftlichen Braunkohle als Energielieferant zu Werksstilllegungen gekommen. Aber auch für die neue Saison rechnet Yara, dass die geringeren Ausfuhren von Harnstoff aus China für Volalitäten auf den Märkten sorgen.

Indes führt Yara seine Expansionspolitik fort. Im Januar 2018 kam es zur Übernahme der Harnstoffsparte von Tata Chemicals in Indien. Im Sommer ist der Kaufabschluss des Düngerwerkes Vale Cubatao in Brasilien vorgesehen.

stats