Jahresbilanz

Cargill durchläuft Durststrecke


Die Schweinepest in Asien verringert den Futterbedarf. Zusätzlich spürt Cargill den Handelskonflikt zwischen China und den USA.

Die Cargill Inc. spürt das flaue globale Agrargeschäft. Im Geschäftsjahr 2019 (Juni 2018 bis Mai 2019) hat das Unternehmen einen Umsatz von rund 114 Mrd. US-$ erzielt. Er war um 1 Prozent geringer als im Vorjahr. Deutlicher um 12 Prozent ist der operative Gewinn auf 2,82 Mrd. US-$ gesunken. Der Nettogewinn hat um 17 Prozent auf 2,56 Mrd. US-$ nachgegeben.

Dennoch zeigt sich Cargill-Chef Dave MacLennan recht zufrieden mit dem Abschneiden im „herausfordernden“ Geschäftsjahr 2019, weil nach seinen Angaben die Kosten deutlich gesenkt werden konnten. Außerdem hätten einige Bereiche gute Zahlen geliefert. Dazu zählt er die Erzeugung von Rind- und Geflügelfleisch sowie von Eiern in Nordamerika. Allerdings haben die Wetterkapriolen des extrem nassen Frühjahrs 2019 in den USA auch dem Fleischgeschäft zu schaffen gemacht.

Rückgänge gab es in der globalen Tierernährungssparte, was Cargill zum Großteil auf den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in China zurückführt. In der Sparte Erfassung und Verarbeitung von Agrarrohstoffen hat der andauernde Handelskonflikt zwischen China und den USA im Geschäftsjahr 2019 tiefe Spuren hinterlassen. Besonders bei Soja und Mais berichtet Cargill von gestörten Handelsströmen. Das nasse Wetter im Frühjahr in den USA hat dann zusätzlich die Vermarktung beeinträchtigt.

Außerdem berichtet das Unternehmen, dass die Margen in der europäischen Biodieselverarbeitung spürbar nachgegeben hätten. Generell enttäuschend ist für den Konzern das Ethanolgeschäft gelaufen. Als Grund nennt Cargill niedrige Ethanolpreise in Nordamerika und höhere Energie- und Rohstoffkosten in Europa.

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