Jahresbilanz

Claas schaltet auf Wachstum um

Foto: Claas

Der Landtechnikkonzern aus Harsewinkel spürt 2017 den Aufschwung auf den Landtechnikmärkten. Auch der Blick nach vorn ist optimistisch.

Claas konnte seinen Umsatz in der Geschäftssaison 2017 mit knapp 3,8 (Vorjahr: 3,6) Mrd. € steigern. Das Ergebnis vor Steuern verdoppelte sich nahezu auf 184 (93) Mio. €.

„Wir konnten in einem sich stabilisierenden Landtechnikmarkt auf Wachstum umschalten und gleichzeitig unsere Profitabilität deutlich verbessern. Starke Impulse gingen vor allem von Osteuropa aus, wo gute Ernten zu einer spürbar höheren Nachfrage nach moderner Landtechnik führten“, sagte Hermann Lohbeck, Sprecher der Claas-Konzernleitung heute vor der Presse in Düsseldorf.

Der weltweite Markt für professionelle Landtechnik habe in diesem Jahr zugelegt. Jenseits einer sehr positiven Entwicklung in Osteuropa und Südamerika sei das Bild im restlichen Europa und auf den anderen Kontinenten jedoch uneinheitlich gewesen. Für den Konzern aus Harsewinkel verbesserte sich der Umsatz in Deutschland leicht, während er in Frankreich, nach dem Wegfall einer Sonderabschreibungsmöglichkeit für Landwirte, erwartungsgemäß deutlich zurückging. „Große Märkte wie China und die USA verzeichneten weiter eine rückläufige Umsatzentwicklung“, so Lohbeck.

In Forschung und Entwicklung hat der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 (221) Mio. € investiert. Insgesamt haben sich die Ausgaben in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2018 rechnet das Unternehmen mit einer „moderaten Verbesserung“ auf den globalen Landtechnikmärkten. Zu den Treibern für eine steigende Nachfrage nach professioneller Landtechnik zählten höhere Milchpreise und die erwartete Markterholung in Frankreich.  Die Ertragskraft der Landwirtschaftsbetriebe dürfte in den meisten Weltregionen wieder leicht zunehmen. Claas stellte in Düsseldorf daher eine positive Umsatzentwicklung und ein stabiles Ergebnis vor Steuern für 2018 in Aussicht.

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