Jahresfazit

Fendt setzt auf Digitalisierung


Die Geschäfte für die Agco-Tochter laufen rund. Die eingeschlagene Fullline-Strategie bewährt sich.

 

Fendt, die Premiummarke des US-Mutterkonzerns Agco, verzeichnet weltweit stabiles Wachstum. Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der Agco/Fendt-Geschäftsführung, zeigte sich am Mittwoch im Rahmen der  internationalen Pressekonferenz in Wadenbrunn zufrieden mit dem aktuellen Markt- und Geschäftsverlauf. Um diesen Kurs fortzusetzen, werde weiter intensiv in Forschung und Entwicklung investiert. Eine wichtige Rolle spiele auch die Digitalisierung.

Obwohl das Wachstum in der Landwirtschaft seit Kurzem – in Deutschland wegen der Trockenheit – leicht gebremst sei, verbreitete Paffen Optimismus. Denn die Gesamtlage sei gut. Fendt will davon profitieren und im laufenden Jahr 16.800 Traktoren im Allgäu vom Band laufen lassen. Im vorigen Jahr konnte die Marke von 15.000 produzierten Schleppern geknackt werden. Ein Drittel der Traktoren bleibt in Deutschland, der unverändert größte Einzelmarkt. Im Profisegment über 70 PS liegt der Marktanteil hierzulande laut Paffen bei 40 Prozent.

Positiv wirke zudem die angeschobene Neuorganisation des Händlernetzes. „Das bringt zusätzlichen Schub“, so Paffen. Das alles führt Fendt immer näher ans Ziel: die Produktion von etwa 20.000 Traktoren im Jahr 2020.

Nicht nur bei Traktoren sieht sich Fendt „stabil auf Wachstumskurs“. Dies gelte ebenso für das gesamte Full-Line-Angebot. Mit vier Produktlinien (Raupen, Rundballenpressen, Ladewagen und Spritzen) sei das Unternehmen im ersten Verkaufsjahr „richtig gut unterwegs“.

In diesem Jahr sollen fast 71 Mio. € in Forschung und Entwicklung fließen. Dazu zählen Projekte wie „Xaver“, ein Roboter für leichte Aufgaben auf dem Feld, und der batteriebetriebene Traktor e100 Vario. Gute Erfahrungen hat das Unternehmen mit dem neuen Digitalcenter gesammelt, in dem seit dem Frühjahr in Marktoberdorf mehr als 100 IT-Spezialisten weltweit mit Experten anderer Agco-Standorte zusammenarbeiten. „Fendt übernimmt die Führungsrolle bei der Digitalisierung“, kündigte Paffen an.

Der Agco-Konzern produziert hierzulande Agrarmaschinen mittlerweile an sechs Standorten. Zur Jahresmitte 2018 waren dort insgesamt etwa 5.200 Mitarbeiter beschäftigt.

 

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