Jahreszahlen

Arla wächst im Markengeschäft


Foto: Arla

Die europäische Molkereigenossenschaft schafft 2018 die Trendwende. Die Mitglieder bekommen den gesamten Nettogewinn ausbezahlt.

Nach einem schwierigen Jahresstart holt die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods 2018 auf. Der Konzernumsatz verbesserte sich marginal auf 10,4 (2017: 10,3) Mrd. €. Der Nettogewinn 2018 erreichte 290 Mio. € und wird komplett an die Mitglieder ausgeschüttet. Diese Zahlung wird als Bonus von 2,3 Eurocent/kg produzierter Milch, die jeder Landwirt geliefert hat, ausbezahlt. Die Entscheidung sei ein Zugeständnis an die von der Dürre betroffenen Milchbauern, die hohe Futterkosten stemmen mussten, heißt es im Geschäftsbericht. Der Milchabnahmepreis 2018 (bei tatsächlichem Fett- und Eiweißgehalt, inklusive Nachzahlung und Konsolidierung) lag im Durchschnitt 36,4 Eurocent/kg Milch.

Weltweit führend bei Bio-Milch
Arla Foods gehört 10.300 Landwirten aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, den Niederlanden und Schweden. Das Unternehmen beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiter. Die  Produkte werden weltweit unter den Markennamen Arla, Castello, Lurpak und Puck in mehr als 120 Ländern der Erde vertrieben. Das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von Molkereiprodukten in Bio-Qualität. In Deutschland ist Arla Foods das drittgrößte Molkereiunternehmen und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter.
Der Europa-Umsatz 2018 betrug 6,5 Mrd. €, das sind 62 Prozent vom Gesamtumsatz. In Deutschland sind es die Marken Arla Skyr (Milch und Joghurt), Arla Bio und Arla Kærgården (Butter), die im Lebensmitteleinzelhandel Marktanteile hinzugewinnen konnten. Deutschland gehört zu den sechs Kernmärkten des Unternehmens.

 

Markengeschäft legt international zu

Der Nahe Osten und Nordafrika sind Arlas größte Märkte außerhalb Europas. Die geplante Übernahme des Schmelzkäsegeschäfts unter der Marke Kraft von Mondeléz International dürfte die Position im Nahen Osten stärken. Arla plant 2019 Investitionen in Höhe von 458 Mio. € wie der Milchpulverturm in Pronsfeld, die Erweiterung der Produktionsstätten in Nordeuropa sowie bei Arla Foods Ingredients. Der Ausblick für den Konzernumsatz in 2019 liegt bei 10,2 bis 10,6 Mrd. € und der Anteil des Nettogewinns am Umsatz dürfte zwischen 2,8 bis 3,2 Prozent liegen. Dabei bleibt der Brexit ein großer Unsicherheitsfaktor bei Arlas Erwartungen für 2019.

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