Jahreszahlen

Gewinneinbruch bei Friesland Campina


Ein höherer Umsatz dank besserer Preise, das Betriebsergebnis bricht dennoch um rund 37 Prozent ein. Das sind die Eckdaten des Geschäftsjahres 2017 der Royal Friesland Campina.

Der Umsatz der Royal Friesland Campina stieg im Jahr 2017 um 10,1 Prozent auf 12,1 Mrd. €. Dies sei vor allem auf die höheren Verkaufspreise und die Miteinbeziehung von Engro Foods in Pakistan zum Konzernabschluss zurückzuführen, teilte das Unternehmen heute mit. Der Gewinn sank jedoch um 37,3 Prozent auf 227 Mio. €. „2017 war für FrieslandCampina ein herausforderndes Jahr. Einerseits sahen wir eine gute Umsatzsteigerung bei einem starken Anstieg des Milchpreises für unsere Mitglied-Milchviehhalter. Andererseits sank der Gewinn durch einmalige Abschreibungen in China und Deutschland, Volumendruck in Europa und Restrukturierungen", so Hein Schumacher, Campina-Vorstand (CEO).

Weiterer Hintergrund seien auch negative Wechselkursauswirkungen gewesen. Der höhere Milchpreis sei größtenteils durch die Umsatzsteigerung ausgeglichen worden, jedoch nicht genug, um gestiegenen Kosten für übrige Rohstoffe und Verpackungen zu kompensieren. Das habe die Gewinnspannen belastet.

Campina zahlte seinen Mitglied-Milchviehhaltern einen höheren Garantiepreises für Erzeugermilch; der Anstieg lag bei 24,0 Prozent auf 40,01 € pro 100 kg Milch (exkl. MwSt. bei 3,47 Prozent Eiweiß, 4,41 Prozent Fett und 4,51 Prpzent Laktose). Die Milchanlieferung blieb mit rund 10,7Mrd. Kilo weitgehend stabil (-0,5 Prozent).

Verhaltener Ausblick für 2018

In diesem Jahr hofft Campina auf erste Wirkungen durch die neue Organisationsstruktur. "Im vergangenen Jahr haben wir Änderungen in unserer Organisationsstruktur durchgeführt, die es uns ermöglichen, schneller und schlagfertiger auf die Nachfrage unserer Verbraucher und Kunden zu reagieren, wodurch eine neue Grundlage für Wachstum gelegt wurde“, so Hein.

Er erwartet für 2018 einen weiteren Anstieg der weltweiten Milchproduktion. Der Umsatz des Unternehmes werde in der erste Jahreshälfte 2018 aufgrund niedrigere Ertragspreise für Basis-Molkereiprodukte weiter unter Druck stehen. Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Entwicklung des Euro in Bezug auf den US-Dollar und die asiatischen Währungen.

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