Der brasilianische Konzern zieht eine gemischte Bilanz: Der Umsatz sinkt, allerdings steigt der Gewinn.

Trotz seiner Verwicklungen in gleich mehrere Skandale hat der nach eigenen Angaben größte Fleischverarbeiter der Welt, die brasilianische JBS S.A., im vergangenen Kalenderjahr „eines der besten operativen Ergebnisse seiner Firmengeschichte“ eingefahren. 

Wie JBS-Vorstandschef José Batista Sobrinho mitteilte, gingen die Nettoerlöse 2017 wechselkursbedingt und aufgrund von Umsatzeinbußen auf dem brasilianischen Markt zwar um 4,2 Prozent auf 163,2 Mrd. Real – das entspricht rund 40,2 Mrd. € – zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich aber im zurückliegenden Geschäftsjahr um 18,9 Prozent auf 13,4 Mrd. Real (3,3 Mrd. €). Das lag vor allem an der guten Entwicklung des Rind-, Schweine- und Geflügelfleischgeschäftes in den Vereinigten Staaten, meldet Fleischwirtschaft.de. Laut JBS befeuerte dort die positive Wirtschaftsentwicklung sowohl die Nachfrage nach Fleisch als auch die Preise. Daneben habe JBS auf dem US-amerikanischen Markt für Schweine höherwertige Produkte angeboten und mit dem Kauf von Plumrose im Mai 2017 erfolgreich expandiert. 

Skandal ausgeblendet

Im Heimatland musste JBS Brasil dagegen einen Rückgang des Umsatzes um 16,9 Prozent hinnehmen. Diese erklärte der Konzern mit dem Verkauf mehrerer Rindfleischbetriebe in Lateinamerika, weshalb die Verarbeitungsmenge an Fleisch in Brasilien um 14 Prozent kleiner ausgefallen sei als 2016. 
Keine Worte verlor der JBS-Präsident zu den Skandalen, die der Konzern im vorigen Jahr erlebt hat. So war auch JBS im Frühling in den Skandal um verdorbenes und gestrecktes Fleisch in dem südamerikanischen Land verwickelt.

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