Käseproduzent

Goldsteig-Bauern verzichten auf Glyphosat


In Bayern geht eine weitere Molkerei beim Thema Glyphosat eigene Wege. Seit dem Jahreswechsel dürfen die Goldsteig-Lieferanten das Herbizid nicht mehr einsetzen.

Die Bayerische Molkerei Goldsteig verbietet ihren Lieferanten seit dem 1. Januar den Einsatz von Glyphosat auf ihren eigenen Futterflächen. Die Einschränkung gilt auch für die Milch, die aus dem Nachbarland Tschechien zugekauft wird. Zugekaufte Futtermittel sind von dem Verbot nicht betroffen. Der Käseproduzent aus Cham bei Passau ist damit das zweite große Unternehmen der Bayerischen Milchwirtschaft, das seinen Lieferanten die Verwendung des politisch umstrittenen Pflanzenschutzmittels verbietet.


Bereits Ende Oktober hatte der Aufsichtsrat der Molkereigenossenschaft Berchtesgardener Land einen Glyphosat-Verzicht beschlossen. Rund 3.000 Milcherzeuger beliefern Goldsteig jährlich mit knapp 900 Mio. kg Milch. Daraus wird vorwiegend Käse hergestellt, der unter den Marken Goldsteig und Cammino D'Oro in den Ländern der EU vertrieben wird. Gesellschafter der GmbH sind vier Genossenschaften aus dem Südosten Bayerns. Die Erklärung, nur noch Lieferanten zu nutzen, die auf Glyphosat verzichten, wird immer populärer.  

Ende des Jahres hatte Aldi hat das Thema Glyphosat besetzt. Aldi Süd und Aldi Nord wollen in einer gemeinsamen Aktion ihre Lieferanten von Fleisch, Milch und Eiern dazu bewegen, die Futtergrundlage zunehmend ohne die Verwendung von Glyphosat sicherzustellen. Auch die Landbäckerei Bosselmann in Hannover erklärte zum Jahresende, dass Betriebe, die Glyphosat einsetzen, ausgelistet werden.

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