Kaliabbau

Wiedereröffnung von Kaliwerk Siegfried-Giesen in Sicht


Die Chancen, dass der Kasseler Düngemittelhersteller K+S Kali in einem bereits stillgelegten Werk wieder Kalidünger herstellen kann, stehen gut. Dafür müssen Nachfrage und Preise auf dem Kalimarkt stimmen.

Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat  die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am Standort Siegfried-Giesen (Landkreis Hildesheim) genehmigt. Das dortige Kalivorkommen besitzt einen hohen Gehalt an Wertstoffen und eignet sich besonders für die Herstellung von Düngemittelspezialitäten.

Alexa Hergenröther, Geschäftsführerin der K+S Kali GmbH, begrüsst den Planfeststellungsbeschluss. Damit sei die Nutzung heimischer Rohstoffe mit den hohen deutschen Umweltstandards vereinbar.

Fluss Innerste nicht gefährdet
Die Lagerstätte des Salzstockes von Sarstedt verfügt über nachgewiesene Reserven an Sylvinit und Hartsalz von mehr als 100 Millionen Tonnen, ausreichend für mindestens 40 Jahre Kaliproduktion. Für die Wiederaufnahme der Rohsalzverarbeitung an dem 1987 vorläufig stillgelegten Standort hat K+S ein Konzept entwickelt, mit dem vor allem die unvermeidbaren Umweltauswirkungen auf ein bisher nicht mögliches Maß reduziert werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei eine abwasserfreie Rohsalzverarbeitung sowie die Verwertung der Haldenwässer in der Produktion. Dies führt dazu, dass im Regelbetrieb keine Salzabwässer in den Fluss Innerste eingeleitet werden müssten.
Natürlich muss die Wiederinbetriebnahme wirtschaftlich in das Sparprogramm von K+S passen und der Konzernstrategie "Shaping 2030" entsprechen. Voraussetzung sei auch die Entwicklung des Kalimarkts, teilt Hergenröther mit. Die Projektkosten seien im dreistelligen Millionenbereich angesiedelt, 500 Arbeitsplätze seien vorgesehen.

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