Kaliproduktion

Kaliwerke  wieder angefahren

K+S produziert an den kurzfristig stillgelegten Standorten Wintershall und Hattorf seit Freitag morgen wieder. Die Ergebniseffekte pro Stillstandstag beziffert der Kasseler Düngerhersteller auf bis zu 1,5 Mio. € je Standort.

 

Grund für die Unterbrechung war die lange Trockenheit und die damit verbundenen niedrige Wasserführung der Werra. Dadurch war die Einleitung von Salzabwässern nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Das Verbundwerk Werra sollte bis zum 1. Oktober wieder seine Vollproduktion erreichen, teilt K+S mit. In den vergangenen fünf Wochen konnten durch die Nutzung der Versenkung und die temporäre Entsorgung von Halden- und Produktionswässern in Niedersachsen sowie Sachsen-Anhalt ausreichend freie Kapazitäten in den Stapelbecken vor Ort geschaffen werden, so dass die Wiederaufnahme der Produktion jetzt möglich geworden ist. Darüber hinaus stehen kurzfristig zwei zusätzliche Speicherbecken für das Salzwasser bei der Kaliproduktion im Werk Werra als Puffer zur Verfügung.

Negative Ergebniseffekte

K+S hatte bereits im August darauf hingewiesen, dass es Produktionsunterbrechungen aufgrund der lang anhaltenden, extremen Trockenheit geben könnte. Die damit verbundenen negativen Ergebniseffekte sind in der bisher genannten EBITDA-Prognose für das Jahr 2018 mit einer Bandbreite von 660 bis 740 Mio. €  nicht enthalten. Die Ergebniseffekte pro Stillstandstag wurden auf bis zu 1,5 Mio. € je Standort beziffert. K+S erwartet aufgrund der Stillstände im  3. Quartal einen negativen EBITDA-Effekt von rund 80 Mio. €.

Aus heutiger Sicht hält der Düngerhersteller weitere Produktionsstillstände bis zum Jahresende für unwahrscheinlich. Diese können aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden. Dazu hat es zuwenig geregnet und die Pegelstände sind noch niedrig. Daher seien weitere, temporär umfangreiche Transporte von Salzwässern zur standortfernen Entsorgung in den nächsten Monaten wahrscheinlich. K+S wird bei der Vorlage der Zahlen für das 3. Quartal am 15. November neue Ergebnisschätzungen für das Gesamtjahr 2018 veröffentlichen.

 

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