Die Wirtschaft läuft, den Bürgern geht es gut. 2017 war eines der erfolgreichsten Jahre für den Lebensmitteleinzelhandel.

Laut Daten aus dem GfK ConsumerScan stiegen die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel zum Vorjahr um 3,6 Prozent oder gut sechs Mrd. Euro. Gleichzeitig stagnieren die Einkaufsmengen. Also haben die Verbraucher für ihre Produkte tiefer in die Tasche gegriffen.

Das resultierte nur zum Teil aus höheren Preisen. In guten Zeiten greifen die Kunden eben auch ganz bewusst zu teureren Produkten. Gut die Hälfte der Konsumenten (53 Prozent) achtet heute beim Einkauf vor allem auf Qualität. Der Abstand zu den preisorientierten Käufern (47 Prozent) wächst. Gerade Frischeprodukte zeigten im LEH ein ordentliches Wachstum von 3,8 Prozent, Fleisch und Wurst legten wertmäßig sogar um vier Prozent zu. Schweinefleisch dagegen tat sich schwer und verlor sechs Prozent an Menge. Der Preisaufschlag von gut vier Prozent konnte das nicht wettmachen: Was bleibt, ist ein Umsatzrückgang von zwei Prozent. Rindfleisch dagegen war der Renner und profitierte vom steigenden Qualitätsbewusstsein: Knapp elf Prozent mehr ging von Januar bis Dezember über die deutschen Ladentheken. Preisbereinigt blieb ein Umsatzplus von stattlichen neun Prozent.

Das Grillsortiment litt unter dem mancherorts recht regnerischen Sommer: Die zwei Prozent mehr Umsatz resultierten zum einen aus dem teureren Schweinefleisch. Zum anderen kam auch öfter höherwertiges Rindfleisch auf den Rost. Geflügel gewann an Menge und Wert, und auch der Wurstmarkt zeigte sich stabil: ein Prozent mehr Absatz bei vier Prozent mehr Umsatz.
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