Kooperation

Laborfleisch findet Geldgeber


Das niederländische Start-up Mosa Meat züchtet Rindfleisch im Labor. Es bekommt jetzt finanzkräftige Unterstützung von Fleisch- und Pharmakonzernen.

 
Bis 2021 soll kultiviertes Rindfleisch marktreif sein. Dieses Ziel hat sich das niederländische Start-up Mosa Meat gesetzt. Dafür wurde jetzt unter anderem die Schweizer Bell Food Group als Investor gewonnen. Der Fleischhersteller beteiligt sich mit 2 Mio. € an der nächsten Finanzierungsrunde und steht damit für mehr als ein Viertel der insgesamt 7,5 Mio. €, die Mosa Meat einsammeln konnte.

Mosa Meat stellt Rindfleisch im Labor aus tierischen Zellen her. Das Unternehmen ist aus dem Forschungsbereich der Universität Maastricht hervorgegangen. Es will eine Alternative für Konsumenten bieten, die aus ethischen Gründen ihren Fleischkonsum hinterfragen, und eine Möglichkeit schaffen, um die Nachfrage nach alternativ erzeugtem Fleisch decken zu können. Die Bell Food Group mit Sitz in der Schweiz gehört zu den großen Fleischverarbeitern in Europa und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter. Gemeinsam mit Bell investiert auch der Corporate-Ventures-Capital-Fonds des Pharmakonzerns Merck, M Ventures. M Ventures baut eine Brücke zu Mercks Erfahrungen mit der Kultivierung von Zellen. "Das ist von entscheidender Bedeutung, weil die Zellmedien gegenwärtig 80 Prozent der Kosten für kultiviertes Fleisch ausmachen", sagt Mosa-Meat-CEO Peter Verstrate.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats