Kosteneinsparungen

Bayer verkauft Tiergesundheit


Bayer

Der Bayer-Konzern strafft sein Portfolio. Außerdem soll die Effizienz gestärkt werden. Dazu ist ein umfangreicher Stellenabbau geplant, der auch die Agrarsparte trifft.

Der Bayer-Konzern will sich auf seine Life-Science-Kerngeschäfte konzentrieren. Dazu gehören die drei Segmente Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science. Das Tiergesundheits-Geschäft (Animal Health) soll dagegen 2019 verkauft werden. Außerdem sind in der Division Consumer Health Veräußerungen geplant. Gesucht werden Käufer für die Geschäfte mit Dermatologie-Produkten, Sonnenschutz und Fußpflege.

Zahlreiche Stellenstreichungen in Deutschland

Der Konzern kündigt außerdem an, die Kosten zu senken. Dazu ist ein Paket an Effizienz- und Strukturmaßnahmen beschlossen worden. Es soll – einschließlich der erwarteten Synergien aus der Monsanto-Übernahme – ab 2022 jährliche Einsparungen von 2,6 Mrd. € bringen. Zuvor sind allerdings einmalige Kosten in Milliardenhöhe zu erwarten. Das gilt etwa für den geplanten Abbau von rund 12.000 der weltweit 118.200 Arbeitsplätze, von denen sich, so Bayer weiter, ein „signifikanter Teil“ in Deutschland befindet. In der Division Crop Science sollen rund 4.100 Stellen wegfallen, sobald die Monsanto-Integration abgeschlossen ist. Details will das Unternehmen in den kommenden Monaten ausarbeiten. Eine Vereinbarung zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretern sieht jedoch jetzt schon vor, dass betriebsbedingte Kündigungen im Personalverbund der Bayer AG in Deutschland bis Ende 2025 grundsätzlich ausgeschlossen sind.

Investitionen und ehrgeizige Gewinnziele

Auf der anderen Seite will Bayer stärker investieren. Bis Ende 2022 kündigte Konzernchef Werner Baumann „Zukunftsinvestitionen“ von insgesamt rund 35 Mrd. € an, von denen gut zwei Drittel in Forschung und Entwicklung und knapp ein Drittel in Sachanlagen fließen sollen. Baumann nennt als Ziel, die Gewinne deutlich zu steigern. Bereinigt um die Sonderaufwendungen soll sich das Ergebnis je Aktie 2019 bereits auf 6,80 Euro erhöhen (2018: 5,70 bis 5,90 Euro). Bis 2022 stehen rund 10 Euro pro Aktie vor Sondereinflüssen im Plan. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen will Baumann bis 2022 auf mehr als 30 Prozent steigern.

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