Kraichgau Raiffeisen Zentrum

Hohes Eigenkapital bei rückläufigem Umsatz


Sinkender Umsatz und geringeres Ergebnis - so lautet die Bilanz des Jahres 2017 der Genossenschaft Kraichgau Raiffeisen Zentrum. Aber hohe Investitionen und eine gute Eigenkapitalquote zeichnen das Jahr 2017 ebenfalls aus. Für 2018 ist ein Umsatzplus angestrebt.

In der Gruppe des genossenschaftlichen Unternehmens wurden 146 Mio. € und damit knapp vier Prozent weniger als im Vorjahr umgesetzt. Die Kraichgau Raiffeisen Zentrum (KRZ) allein hat 126 Mio. € und damit gut fünf Prozent weniger umgesetzt als im Jahr zuvor. Dem Rückgang des Warenrohertrags um 693.000 € steht ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 187.000 € gegenüber. Damit wurde der Rückgang im Warenrohertrag teilweise kompensiert. Der Rückgang erklärt sich laut  Vorstandssprecher Jürgen Freudenberger maßgeblich aufgrund verminderter Roherträge im Absatzgeschäft. Auf der anderen Seite lagen die Investitionen im vergangenen Jahr bei rund 3,0 Mio. € vorwiegend im Bereich Raiffeisenmärkte. Die Eigenkapitalquote von rund 42 Prozent bezeichnet das Unternehmen als unverändert überdurchschnittlich.

Mehr Futter verkauft

Das Getreidehandelsvolumen fiel mit 145.000 t knapp 25 Prozent unter das Vorjahresergebnis.  Geringerer Handel und ein höherer Lagerbestand kennzeichnen diesen Bereich. Positiv dagegen ist das Futtermittelgeschäft verlaufen. Die verkaufte Futtermenge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp vier Prozent auf 50.400 t. Die selber hergestellte Futtermittelmenge stieg um zwei Prozent auf 34.500 t.  Gemeinsam mit der Heckel und Stein Landhandel GmbH in Leingarten, eine 100-prozentige Tochter der Genossenschaft, werden über 90.000 t Misch- und Einzelfuttermittel umgesetzt. Die KRZ produziert Futtermittel ohne Gentechnik und setzt auf regionale Rohstoffe.

5 Prozent mehr
Rund 70 Prozent des Umsatzes der KRZ werden im Agrarbereich erwirtschaftet. „Das Thema Digitalisierung wird uns deutlich stärker beschäftigen und ebenso deutliche Kosten verursachen“, so Jürgen Freudenberger, Vorstandssprecher des Unternehmens.  Für 2018 wird ein Plus beim Umsatz von rund fünf Prozent angestrebt. Das zusätzliche Geschäft soll in der Sparte Energie, beim Getreidehandel und im Futtermittelbereich generiert werden.

Insgesamt konnte der Umsatz bei den landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln um gut zwei Prozent erhöht werden. Saatgut hielt dabei seine Umsätze mit 2,4 Mio. € auf  Vorjahresniveau. Der Mengenumschlag bei Düngemittel erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 32.500 t. Der Umsatz lag  mit 7,1 Mio. € rund 7,0 Prozent unter dem Vorjahr. Die Erlöse bei Pflanzenschutzmitteln sind ebenfalls um 1,5 Prozent auf 5,4 Mio. € gefallen.

Vorstand hofft auf steigende Investitionen

Landtechnik ging mit einem Umsatzminus von 3,3 Prozent auf 14,5 Mio. € aus dem Jahr. Eine deutliche Verbesserung beim Investitionsverhalten in der Landwirtschaft erwartet Freudenberger in diesem Jahr. Bei der Energie konnte eine Umsatzsteigerung um 8,5 Prozent auf 30 Mio. €,  aber auch ein Rohertragsrückgang verbucht werden. Diese Sparte bestreitet bei den Kraichgauern 20 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Umsätze in den Raiffeisenmärkten haben sich um 1,7 Prozent auf 14,6 Mio. € erhöht. 3,0 Mio. € wurden im vergangenen Jahr in diesem Bereich investiert.

 

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