KTG Agrar

Gläubiger können auf geringe Rückzahlung hoffen

Bei der Übereinkunft ist von einer niedrigen zweistelligen Millionensumme die Rede.
Bild: Pixabay / geralt
Bei der Übereinkunft ist von einer niedrigen zweistelligen Millionensumme die Rede.

Bei Verhandlungen mit der Versicherung und dem Management der seit 2016 insolventen KTG Agrar konnte der Insolvenzverwalter eine Summe für die Gläubiger herausschlagen. Groß ist sie allerdings nicht.

Gläubiger der insolventen KTG Agrar gehen möglicherweise doch nicht komplett leer aus. In einem Vergleich mit den früheren Vorständen und Aufsichtsräten des Unternehmens und deren Haftpflichtversicherungen hat Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus eine niedrige zweistellige Millionensumme für die Gläubiger ausgehandelt. KTG Agrar hatte von Anlegern rund 350 Mio. € in Anleihen gesammelt.

Ursprünglich hatte Denkhaus auf 189 Mio. € geklagt. Die Summe, die Denkhaus mit den Versicherungen Allianz und Dual ausgehandelt hat, liegt laut Medienberichten jedoch deutlich unter den angekündigten 20 Mio. €, die er den Gläubigern in Aussicht gestellt hatte. Genaue Details gibt Denkhaus mit Blick auf die Verschwiegenheitspflichten nicht bekannt. Er erklärte jedoch, Gläubiger könnten mit einer Rückzahlung rechnen, „deren Höhe vom weiteren Verfahrensverlauf abhängig ist“. Es gäbe noch weitere Positionen, aus denen Geld „generiert werden kann und soll“.

Direkt nach der Insolvenz wurden aus dem Verkauf aller werthaltigen Teile des Konzerns rund 15 Mio. € gewonnen. KTG Agrar hatte im Jahr 2016 Insolvenz angemeldet, nachdem sie bereits seit einem Jahr überschuldet waren. Die Manager wurden wegen Insolvenzverschleppung angeklagt. Nach der Pleite riet die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) Gläubigern dazu, die Anleihen in der Steuererklärung als Verlust anzugeben.

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