Globales Ranking

Für zwei Konzerne geht die Saat auf


Zwei Riesenkonzerne dominieren den globalen Saatgutmarkt. Wie stark die Zusammenschlüsse in der Agrarchemie die Machtverhältnisse beeinflusst haben, zeigt ein aktuelles Ranking.

 

Der globale Saatgutmarkt für landwirtschaftliche Kulturen ist von 2007 bis 2017 jährlich um durchschnittlich mehr als 8 Prozent gewachsen.

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Wie die KWS Saat SE in dieser Woche bei einer Präsentation vor Investoren verdeutlichte, sind die Umsätze von umgerechnet etwa 16 Mrd. € im Jahr 2007 auf rund 35 Mrd. € im Jahr 2017 gestiegen. Die KWS ist in diesem Zeitraum mit einem jährlichen Wachstum von im Durchschnitt 10 Prozent sogar stärker als der Markt gewachsen.

Besonders interessant ist, wie sich die Zusammenschlüsse in der Agrarchemie auswirken. Dazu hat KWS errechnet, welche Saatgutumsätze sich nach den jeweiligen Übernahmen und kartellbedingten Abspaltungen für die verbleibenden Unternehmen ergeben.

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International steht danach Bayer mit den Monsanto-Saatgutaktivitäten (unter anderem Marke Dekalb) auf Platz 1.  Es folgt der Konzern Corteva (ehemals Dow plus DuPont), der vor allem mit der Saatgutmarkte Pioneer die Nase vorn hat.  Syngenta, das jetzt zu ChemChina gehört, folgt mit großem Abstand auf Platz 3. KWS landet  auf Platz 4. Am europäischen Saatgutmarkt ist Corteva führend. Hier rangiert KWS auf Platz 2, gefolgt von Bayer und Syngenta.

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  1. Reiner Matthes
    Erstellt 26. Oktober 2018 17:13 | Permanent-Link

    Mit Hybriden und Gentechnik schreitet die Versklavung der Landwirtschaft voran. Aus denkenden Bauern werden selbstfahrende Unternehmer. Am Ende steht das MC Donalds-Prinzip und der Tod des Mittelstandes, auch im vor- und nachgelagerten Bereich.

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