Leguminosen

Ufop hofft auf Ackerbaustrategie


Der Anbau von Hülsenfrüchten in Deutschland nimmt zu, wenngleich auf niedrigem Niveau. Der Verband Ufop sieht die Politik in der Pflicht und hofft auf Impulse durch die geplante Ackerbaustrategie.

 

Im Vergleich zum Erntejahr 2018 wurde die Anbaufläche für Futtererbsen in Deutschland 2019 ausgedehnt; das Ackerbohnenareal sein hingegen leicht geschrumpft, berichtet die Union zur Förderung der Oel- und Proteinplanzen (Ufop). Damit werden zur Ernte 2019 auf knapp 180.000 ha Leguminosen kultiviert. Zu diesen werden in Deutschland neben Futtererbsen und Ackerbohnen auch Sojabohnen und Süßlupinen gezählt.

Die Ufop sieht in dieser Entwicklung eine zunehmende Akzeptanz sowie ein gestiegenes Bewusstsein bei den Landwirten für diese Kulturen. Körnerleguminosen könnten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und somit zur Diversifizierung von Fruchtfolgesystemen leisten, sondern auch zur Schließung der nationalen Eiweißlücke, so der Verband. 

Verband sieht auch Forschung in der Pflicht

Gemessen an anderen Ackerkulturen stehe die Entwicklung jedoch noch am Anfang. Eine Chance zur nachhaltigen Anbauausweitung sieht die Ufop in der für Herbst erwarteten Ackerbaustrategie. Sie könnte die  Grundlage dafür schaffen, dass der Anbau für die Landwirte wirtschaftlicher werde, so die Erwartungshaltung der Ufop. Desweiteren sieht die Union auch die Forschung in der Pflicht. Nachteile in Ertragsniveau und -stabilität, in der Eiweiß- beziehungsweise Futterqualität müssten durch eine intensive und öffentlich geförderte Begleitforschung im Bereich der Pflanzenzüchtung beseitigt werden, fordert die Ufop. Die Ackerbaustrategie müsse daher auch ein entsprechendes Förderkonzept umfassen.

Als größter Flächenstaat in Deutschland ist Bayern bei den meisten Leguminosen führend, nur bei den Ackerbohnen hat Nordrhein-Westfalen die Nase vorn. Diese werden vor allem in Nord- und Westdeutschland angebaut; neben den genannten Bundesländern auch in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen.

Demgegenüber stehen Futtererbsen nach Bayern vor allem in Ostdeutschland. Der Anteil am bundesweiten Futtererbsenanbau beträgt rund 60 Prozent. Die Futtererbse ist mit deutschlandweit geschätzten 74.400 ha die stärkste Leguminose, gefolgt von 52.200 ha Ackerbohnen. Der Anbau von Soja hat aufgeholt und hat in diesem Jahr mit voraussichtlich 28.000 ha die Süßlupine mit 25.000 ha überholt.

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