LVBM

Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft ist liquidiert

Die 60. Mitgliederversammlung war auch die letzte. Ende vergangener Woche wurde die sofortige Auflösung der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) beschlossen. Vorausgegangen waren entsprechende Anträge der bayerischen Molkereiverbände. Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. und der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. sowie die Interessensgemeinschaft Privater Milchverarbeiter Bayerns sahen keine Notwendigkeit mehr, die Vereinigung zu erhalten. Finanziert wurde sie aus dem Umlagevermögen nach dem Milch- und Fettgesetz.

„Seit 1956 setzte sich die LVBM für Qualität, Genuss und Erfolg der heimischen Milchprodukte national und international ein und bot ihren Mitgliedern ein Dach für den gemeinsamen Austausch. Die Erfolgsgeschichte des Milchlandes Bayern ist auch auf die hervorragende Arbeit der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft zurückzuführen. Wir bedauern die Auflösung des Vereins als Plattform gemeinsamer Interessen sehr“, sagt Vorsitzender Günther Felßner.

Zu den Mitgliedern der LVBM zählten sowohl Erzeuger, Molkereien, Handel und Verbraucher. Ziel war es, die Interessen der ganzen Wertschöpfungskette Milch zu bündeln sowie den Absatz und das Image von Milcherzeugnissen zu fördern.

Darüber hinaus informierte die LVBM Verbraucher und Multiplikatoren über Produkte, Rezepte und aktuelle Fragen der Ernährung sowie alle aktuellen Fragen der modernen Milchproduktion von der Landwirtschaft bis auf den Teller.

Die LVBM hatte ihren Sitz im so genannten „Haus der Milch“ in München. Ihr Vorsitzender war  seit 2014 Günther Felßner. Die Geschäftsführung hatte im August 2000 Dr. Maria Linderer übernommen.
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