Mars-Report

Spanien wartet weiter auf Regen


In Nordwesteuropa haben überdurchschnittiche Regenfälle (blau) die Entwicklung der Bestände begünstigt. In weiten Teilen Südeuropas (rot) hat es dagegen zu wenig geregnet. Die gelben Punkte kennzeichnen Regionen, in denen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt lagen.
Mars, Mars
In Nordwesteuropa haben überdurchschnittiche Regenfälle (blau) die Entwicklung der Bestände begünstigt. In weiten Teilen Südeuropas (rot) hat es dagegen zu wenig geregnet. Die gelben Punkte kennzeichnen Regionen, in denen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt lagen.

Die Landwirte in weiten Teilen Europas können in diesem Jahr wieder auf durchschnittliche Erträge hoffen. Auf dem Balkan beenden Regenfälle die Trockenperiode gerade noch rechtzeitig.

Die Experten des europäischen Prognosedienstes Mars sehen für die Landwirtschaft in Europa derzeit günstige Witterungsbedingungen. In den meisten Ländern lagen die Temperaturen in den vergangenen Wochen über dem Durchschnitt, wodurch sich die Winterkulturen schneller entwickeln konnten und die Frühjahrsausaat begünstigt wurde.

Lange Trockenheit auf dem Balkan

Einige Einschränkungen hält der Mars-Report vom Montagnachmittag aber auch bereit. In Kroatien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland waren Winterkulturen, die bereits unter ungünstigen Bedingungen bei der Aussaat gelitten hatten, von einer anhaltenden Trockenheit betroffen. Die Ertragsprognosen für diese Länder wurden nach unten korrigiert.

In diesen Gebieten war auch die Frühjahrssaat beeinträchtigt. In Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland wird in den nächsten Tagen allerdings erheblicher Niederschlag prognostiziert, der die Trockenperiode in diesen Ländern voraussichtlich beenden wird, heißt es in dem Bericht.

Leere Stauseen in Spanien

In Mittel- und Norditalien, Spanien und Portugal setzte sich die Trockenheit fort. Besonders betroffen ist Zentralspanien. Sorgen bereiten dort auch die niedrigen Wasserstände in den Stauseen, die die Bewässerung der Sommerkulturen – vor allem Mais – beeinträchtigen könnten.

Reichlich Regen in Nordwesteuropa

In Irland, der westlichen Hälfte des Vereinigten Königreichs, den Benelux-Ländern, Dänemark, Schweden, im Norden von Frankreich und im Nordwesten Deutschlands fiel reichlich Niederschlag. Die damit verbundene Bodennässe behinderte zwar die Aussaat von Sommerungen, wird insgesamt aber als Vorteil gesehen.

Überdurchschnittliche Erträge in Deutschland

Für Deutschland sieht der Bericht bei den Winterkulturen ein gutes Ertragspotential. Die Prognose für Winterweizen wird gegenüber dem März-Report unverändert bei 7,79 t/ha belassen, das sind 17 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und 0,5 Prozent mehr als im fünfjährigen Durchschnitt.

Beim Raps wurden die Ertragserwartungen von 3,54 t/ha auf 3,68 t/ha angehoben, das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr und würde den Durchschnitt um 1,2 Prozent übertreffen. Ähnlich ist die Situation bei Wintergerste mit 7,37 t/ha (2018: plus 22 Prozent, Durchschnitt: plus 2,6 Prozent).

Kürzung bei Weizen und Gerstein der EU

Für die gesamte EU wurde die Weizenprognose wegen der Probleme in Süd- und Südosteuropa leicht reduziert. Die Hektarerträge sinken im Vergleich zum März leicht von 5,81 t auf 5,77 t. Mit diesem Ergebnis würde der Wert aus dem Vorjahr um 6,4 und der Fünfjahresdurchschnitt um 1,2 Prozent übertroffen.


Bei Wintergerste werden in der EU nun 6,0 t/ha (März: 6,02 t/ha) erwartet, was 9,3 Prozent weniger ist als 2018 und den Durchschnitt um 3,7 Prozent unterschreitet. Die Rapserträge werden gegenüber dem März bei unverändert 3,19 t/ha gesehen, das sind 12 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und verfehlt den Durchschnitt um 1,2 Prozent.

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