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Baywa wehrt sich gegen Manager Magazin

Screenshot Manager Magazin

"Der grüne Tyrann" lautet der Titel eines kritischen Berichtes des Manager Magazins zur Baywa. Der Münchener Konzern setzt sich zur Wehr.

Wenig Schmeichelhaftes ist in der aktuellen Ausgabe 10/2018 des Manger Magazins über den bayerischen Agrarhändler zu lesen. Dabei kommen sowohl Firmenchef Klaus Josef Lutz als auch der Baywa-Konzern schlecht weg: Von Gutsherrenart spricht die Autorin Eva Müller: barock, selbstgefällig – und ziemlich erfolglos, sei Lutz. Aber auch das Umfeld bekommt sein Fett weg: So würde die Baywa von Genossen dominiert, die ihm so ziemlich alles durchgehen ließen.

"Viele Aussagen über unseren Vorstandsvorsitzenden halten wir für einen ungerechtfertigten, diskreditierenden und persönlichen Angriff auf ihn", heißt es heute in einer Stellungnahme. Auch der Begriff „ziemlich erfolglos“ ist für die Baywa nicht nachvollziehbar. Widerlegt wird die Aussage des Artikel unter anderem mit dem Argument, dass "schon seit ein paar Jahren unser EBIT zu über 50 Prozent aus den seit 2009 neu hinzugekommenen Geschäftsaktivitäten stammt." Gremien, Aktionäre und Analysten würden die Strategie der Baywa unterstützen und begrüßen. 

Darüber hinaus hat die Baywa eine Rechtsanwaltskanzlei eingeschaltet, um presserechtliche Ansprüche gegen den Verlag und die Autorin zu prüfen.

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  1. EU-Bauer Klaus1618
    Erstellt 22. September 2018 10:20 | Permanent-Link

    Die einstens mit hart erarbeitetem Bauerngeld bezahlten BayWa-Standorte hat CEO Lutz mittlerweile zuhauf „versilbert“, dem kann er schwerlich nur widersprechen wollen.

    Das obige Bild strahlt fürwahr enorme, seinen gegenwärtigen Zielsetzungen überaus angemessene Symbolkraft aus, was die Positionierung dieses Agrarhandelskonzerns zusammen mit sämtlichen weit aus den Fenstern gelehnten Protagonisten auf weltweiter Perspektivsuche plakativ erahnen lässt: CEO Lutz richtet verklärt den Blick gen Himmel und nimmt dabei geflissentlich ignorant kaum mehr wahr, dass zu seinen Füßen vieles erbärmlich verrottet. Die Frucht des Apfels passt dazu obendrein saisonal wie die Faust auf‘s Auge, im Dürrejahr 2018 in Hülle und Fülle verfügbar zu desaströsen Ramschpreisen; christlich entsprechend verwurzelt fällt parallel dazu gar nicht abwegig sofort ein Gedankenblitz auf unsere Schöpfungsgeschichte, auf den Mythos eben dieser verbotenen Frucht und damit die Vertreibung aus dem Garten Eden.

    Ja, es ist für viele Bauern durchaus beängstigend, dass die brutalen Realitäten auf unseren Äckern, in unseren Ställen, heute an diesem einst bäuerlich geprägten Handelshaus allenfalls noch als graue Nebelschwaden vorbeiziehen. Diesen Herausforderungen stellt man sich kreativ innovativ in keinster Weise. Wo wollte CEO Lutz nach eigenem Dafürhalten selbige in seinem Haus tatsächlich noch glaubhaft verortet wissen? Einen Preiskampf hierzulande mit der Konkurrenz um nur geringe Margen scheue er mittlerweile demnach, wie er selbst formulierte. Hat das vielleicht kein G‘schmäckle!? Ist ihm bewusst, was er damit verbal vom Stapel gelassen hat? Wie deckt sich das mit der Interessenslage SEINER deutschen Bauern?

    In nicht wenigen Reihen unserer Genossenschaften geht allerdings zunehmend der segensreiche, wirklich positiv gelebte Genossenschaftsgedanke -den man seitens der UNESCO als Immaterielles Weltkulturerbe im übrigen zu adeln gedenkt- grandios flöten. Einzig Partikularinteressen treten gerade in selbigen Reihen widersinnig immer dominanter in den Vordergrund, und dabei mutieren die Bauern ganz offensichtlich absolut zur Bedeutungslosigkeit. Agribusiness as usual! Ob unsere „globalen Trendsetter“ damit in persona Einzug in die agrargeschichtlichen Annalen halten werden, das lassen wir an dieser Stelle bewusst offen.

    Die Erkenntnis hierüber ist beileibe so neu nicht; nur die Dimensionierung eines solchen „modernisierten genossenschaftlichen Geschäftsmodelles“ sowie die nahezu schon aggressive Vorgehensweise, in Reihen des BayWa-Konzerns „vorbildhaft“ der Zeit absolut voraus sein zu müssen, getraut man sich anderenorten in dieser narzisstischen Ausprägung betriebswirtschaftlich NOCH NICHT so unverblümt offen kommunizieren und tatsächlich auch der Gestalt leben zu wollen, ohne konkret einen Blick auf die hierauf basierenden Bilanzen zu werfen, was noch einmal eine ganz andere Hausnummer darstellt.

    Wir sind aber auf bestem Weg dorthin, dass gerade ein solcher „Vorbildcharakter“ Nachahmer sucht, sofern er sie nicht schon gefunden hat.

    Sollte die Politik dahingehend nicht schleunigst gegenzusteuern und eine solche Geschäftigkeit in den jeweiligen Hinterzimmern mittels Tolerierung entsprechender Pöstchenseilschaften in unheiligen Allianzen nicht zu unterbinden wissen, schafft Deutschland zielstrebig das ohnedies massiv geschrumpfte Restvölkchen seiner Bauern vollends ab. - Lässt u.a. CEO Lutz ersatzweise generös vielleicht Manna segensreich für unser Volk sprichwörtlich vom Himmel regnen!? Verzücken sodann seine innovativ kreativen „Cloud Computing Maßstäbe“ auch in sättigender Extase die Vielzahl der deutschen Verbraucher schlechthin?

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