Nach einem Ergebnisrückgang will die hessische Molkerei Schwälbchen im diesem Jahr bei Umsatz und Ergebnis spürbar zulegen. Schon im 1. Halbjahr sollen die Erlöse zweistellig wachsen.

Der hessische Molkerei-Konzern Schwälbchen peilt nach einer Ergebnisdelle 2017 in seinem Jubiläumsjahr wieder mehr Gewinn an, berichtet LZ-Net. Schon für das 1. Halbjahr 2018 rechnet der Vorstandschef Günter Berz-List mit einem zweistelligen Umsatzplus und auch einer operativen Ergebnisverbesserung. Die Molkerei feiert 2018 ihr 80-jähriges Bestehen.

Neben einem Ausbau des Sortiments mit Frischeprodukten setzt Berz-List auf ein wachsendes Außer-Haus-Geschäft, das immer mehr zunehme. Allerdings geht er für 2018 von einer Trendwende am Markt aus. 2017 waren für Milchfettprodukte wie Butter rekordhohe Preise im Vergleich zu Magermilchprodukten erzielt worden. Diese Spreizung habe zu Marktverwerfungen geführt, erklärte der Vorstandschef. Nicht nur für Schwälbchen als Hersteller von Konsummilch und Frischeprodukten sei diese ungleiche Preisentwicklung schwierig gewesen, auch die Landwirte hätten Probleme, ihre Produktion anzupassen.

Die Schwälbchen-Gruppe werde wegen dieser Marktentwicklung den Überschuss aus dem Vorjahr von 3,16 Mio. € nach vorläufigen Zahlen 2017 nicht wieder erreichen und beim Ergebnis nach Steuern klar unter 3 Mio. € bleiben, kündigte Berz-List an. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe werde dagegen um acht Prozent auf rund 180 Mio. € in 2017 steigen. Die Milchverarbeitung wird mit 133 Millionen Kilogramm auf dem Vorjahresniveau liegen.

Schwälbchen werde aber trotzdem die Dividende von 60 Cent konstant halten und biete den rund 300 Milchbauern derzeit einen Auszahlungspreis von knapp 40 Cent pro Kilo Milch.

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