Milchhandel

Schwierigkeiten bei BMG


Die Berliner Milcheinfuhr Gesellschaft (BMG) steckt in Schwierigkeiten. Nach einem Führungswechsel sucht das Unternehmen gerade nach einer Lösung für seine Probleme.

Der bisherige Geschäftsführer Peter Gerber wurde abgesetzt. Jürgen Bäker, der bisher zusammen mit Gerber die Leitung des Unternehmens innehatte, ist somit alleiniger Geschäftsführer. Die deutschlandweit tätige Firma soll unbestätigten Meldungen zufolge seit Beginn des Jahres Liquiditätsprobleme haben. Die BMG äußerte sich bisher nicht zu dem Vorgang. Aus gut informierten Kreisen ist jedoch bekannt, dass die Unternehmensführung am kommenden Dienstag über die weitere Vorgehensweise beraten wird.

Die BMG wurde 1909 gegründet und ist heute eine der größten Milchfirmen Deutschlands. Pro Tag kümmert sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge um 3,8 Mio. kg Milch. Angeblich sitzt das Unternehmen derzeit auf rund 300 Mio. kg, ohne diese Menge abstoßen zu können.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) greift die Schieflage des Unternehmens auf und machte das deutsche Milchmarktsystem für die Krise verantwortlich. „Bei den Milchviehhaltern wird einseitig der Milchauszahlungspreis reduziert und freie Milchhändler bleiben auf Milchmengen sitzen“, so BDM-Vorsitzender Romuald Schaber. Er beschuldigte die Molkereiwirtschaft, an der BMG ein Exempel zu statuieren.

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