Milchindustrie

Bayerische Molkereien umwerben Italien


Für die bayerischen Molkereien ist Italien der Exportmarkt Nummer eins und damit von enormer strategischer Bedeutung. Um die Absatzzahlen auch 2018 zu steigern, ist am Mitte dieser Woche in Mailand der Startschuss zu einer umfangreichen PR-Kampagne in den italienischen Fach- und Verbrauchermedien, sowie in sozialen Netzwerken gefallen.

Es ist gleichzeitig die Auftaktveranstaltung für die Zusammenarbeit zwischen dem bayerischen Landwirtschaftsministerium und dem Verein Milchbayern unter Koordination der Agentur für Lebensmittel-Produkten aus Bayern (alp-Bayern).

Der Verein Milchbayern wurde auf Initiative des Verbands der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft, der Interessengemeinschaft Privater Milchverarbeiter Bayerns und des Genossenschaftsverbands Bayern im Mai 2017 gegründet, um gemeinsame Aufgaben der Milchwirtschaft des Freistaates neu zu organisieren. Der Verein wird ausschließlich von bayerischen Molkereien getragen und privatwirtschaftlich finanziert. Die Mitglieder des Vereins Milchbayern verarbeiten rund 90 Prozent der im Freistaat erzeugten und an bayerische Molkereien angelieferten Milch.

In Sachen Absatzförderung wird auf die Kooperation mit der alp Bayern gesetzt, so dass unter anderem gemeinsame Exportaktivitäten und Messeauftritte im In- und Ausland für heimische Molkereien realisierbar sind. Für die Milchwirtschaft ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit bewährten Handelspartnern von großem Interesse, da die bayerischen Produkte im gesamten europäischen Binnenmarkt etabliert und gefragt sind. 

Zur Verbraucherinformation sowie zum Marketing für bayerische Milcherzeugnisse werden ebenfalls bestehende Netzwerke genutzt, um innerhalb Bayerns Interessen rund um die Milchproduktion und Milchverarbeitung darzustellen. Beispielsweise besteht eine Kooperation mit der Organisation „Unsere Bayerischen Bauern“ die beim Bayerischen Bauernverband (BBV) angesiedelt ist. Das Aufgabenspektrum des Vereins Milchbayern orientiert sich an den Bedürfnissen der bayerischen Milchwirtschaft sowie ihren Partnern. Das setzt einen engen Kontakt mit Vertretern der gesamten Wertschöpfungskette voraus. In dem in der Satzung verankerten Beirat sind daher neben den Molkereien auch Vertreter der Erzeuger und der Verbraucher tätig.

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