Milchindustrie

Fonterra schreibt rote Zahlen


Der neuseeländische Milchkonzern weist einen dreistelligen Millionenbetrag als Verlust aus. Die Geschäftsführung spricht von nicht erfüllten Erwartungen.

Zum ersten Mal in Fonterras Historie steht bei dem Ergebnis nach Steuern ein Minus. Die neuseeländische Genossenschaft weist für das jetzt abgelaufene Geschäftsjahr ein Minus von umgerechnet 110 Mio. € aus. Bereits im ersten Halbjahr kündigten sich Turbulenzen an, unter anderem durch die Schadensersatzzahlungen an Danone und ein unglückliches China-Geschäft.
Im Januar 2018 ging die damalige Konzernleitung aber noch davon aus, dass sich das Ergebnis der Molkerei im zweiten Halbjahr stabilisieren wird. Das ist nicht eingetroffen. Denn obwohl der Umsatz um sechs Prozent auf umgerechnet 11,5 Mrd. € gesteigert werden konnte, gab das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 22 Prozent nach. Das EBIT sank auf umgerechnet 508 Mio. €. Der neue Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurell erklärt, die Leistung der Molkerei müsse sich verbessern. Ursachen für die schwache Leistung seien unter anderem die hohen Butterpreise und ein zu hoher Milchauszahlungspreis, erklärt Hurell. Der Milchauszahlungspreis soll - anders als im Mai angekündigt - doch nicht auf 7,00 NZ-$ je Kilogramm Milchfeststoff (0,30 €/l) angehoben werden, sondern bei 6,75 NZ-$ verbleiben.

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