Milchmarkt

Fonterra nimmt Prognose für den Milchpreis zurück


Neuseelands Molkereikonzern Fonterra reagiert auf die Lage am Weltmilchmarkt mit einer Korrektur. Die Prognose für den Milcherzeugerpreis sieht nun schlechter aus.

Verantwortlich dafür ist laut Fonterra die weltweit steigende Milcherzeugung. Nach einer heutigen Mitteilung von Fonterra können Milchbauern in der bis Ende Mai laufenden Saison 2017/18 nur noch mit einem Basispreis von 6,40 NZ-$/kg Milchfeststoff rechnen. In einer vorangegangenen Prognose war den Erzeugern noch 6,75 NZ-$ in Aussicht gestellt worden.

Mäßiger Start ins neue Geschäftsjahr
Fonterras Umsatz ist im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 (August bis Oktober 2017) im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 Prozent auf rund 4 Mrd. NZ-$ gestiegen. Aufgrund niedriger Lagerbestände seien die Verkaufsmengen jedoch um 20 Prozent gesunken und die Bruttomarge habe sich um 5,2 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent verschlechtert.

Fonterra-Vorstand John Wilson erklärte, dass der Wert von Vollmilchpulver seit Anfang August um rund 10 Prozent gefallen sei. Auch die Butter stehe unter Druck. Zwar sei die Nachfrage nach Milchprodukten in China, anderen Teilen Asiens und Lateinamerikas weiterhin stark, doch gebe es in vielen Teilen der Welt auch eine zunehmende Milcherzeugung. In der EU seien zudem noch hohe Interventionsbestände an Magermilchpulver gelagert. Die Prognose für die eigene Milchanlieferung korrigierte Wilson aufgrund zuletzt ungünstiger Witterungsverhältnisse um 1 Prozent nach unten. Demnach dürften in der Saison 2017/18 bei Fonterra rund 1,5 Mio. t Milchfeststoff anfallen - etwa die gleiche Menge wie 2016/17.

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