Milchproduktion

Arla startet neues Projekt in Nigeria

Die Genossenschaft Arla will in Nigeria den Absatz ihrer in Europa produzierten Milchprodukte steigern, aber auch die einheimische Produktion fördern.
Arla, Arla
Die Genossenschaft Arla will in Nigeria den Absatz ihrer in Europa produzierten Milchprodukte steigern, aber auch die einheimische Produktion fördern.

Gemeinsam mit der Regierung und nomadisch lebenden Rinderhaltern will Arla die Milchproduktion in Afrika steigern. Die Molkerei wird die lokal produzierte Milch sammeln und verarbeiten.

Im Rahmen einer neuen öffentlich-privaten Partnerschaft setzt sich die Molkereigenossenschaft Arla Foods dafür ein, in Nigeria die Molkereiwirtschaft und den lokalen Milchsektor langfristig weiterzuentwickeln. Im Zuge des Projekts unterstützt Arla 1000 Kleinbauern vor Ort dabei, ihre Lebensgrundlage zu verbessern. Gleichzeitig stärke Arla mit der Partnerschaft sein Geschäft in Nigeria, teilte das Unternehmen mit.

Arla unterstützt bereits seit einigen Jahren Entwicklungsprojekte in der nigerianischen Milchbranche. Mit der Unterzeichnung einer neuen Absichtserklärung mit dem Bundesstaat Kaduna und der nigerianischen Regierung weitet das Molkereiunternehmen sein bisheriges Engagement aus. Während der Bundesstaat und die Regierung 1000 nomadischen Milchbauern dauerhaft Weidegründe und Zugang zu Wasser zur Verfügung stellen werden, wird Arla als Geschäftspartner die lokal erzeugte Milch kaufen, sammeln, verarbeiten und auf den Markt bringen. 

Nomaden sollen seßhaft werden

Die neue Partnerschaft sei die erste in dieser Größenordnung in Nigeria. Sie ist Teil von Arlas Geschäftsstrategie, die Verbrauchernachfrage in Nigeria gleichermaßen durch die Weiterentwicklung des Milchsektors vor Ort wie auch durch den Import von Milch und Molkereiprodukten zu bedienen. Der Bundesstaat Kaduna und die nigerianische Regierung verpflichten sich dazu, die strukturellen Bedingungen für die nomadischen Milchbauern zu verbessern. Anstatt immer wieder auf der Suche nach Weidegründen und Wasser weiterzuziehen, wird den Milchbauern Land zur Verfügung gestellt, auf dem sie sich dauerhaft niederlassen und ihre Betriebe erweitern können. Der Ausbau der Infrastruktur – wie Straßen sowie Strom- und Wasserversorgung –, die erforderlich ist, um die Milch zu verarbeiten und auf den Markt zu bringen, ist ebenfalls Teil der Vereinbarung.  

Finanziert werde das Projekt hauptsächlich durch Kredite, die von der nigerianischen Zentralbank gewährt und vom Bundesstaat garantiert werden, heißt es in der Mitteilung. Arla wird Zentren für die Milchsammlung errichten. Bereits seit 2016 kooperiert die Molkerei mit lokalen Partnern, um die Milchproduktion in Nigeria zu steigern.

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