Milchviehhaltung

Anbindehaltung vor dem Aus


In rund zehn Jahren kann die Anbindehaltung in Süddeutschland abgeschafft sein, erklärt der Verein milch.bayern. Das geht nach Meinung der Dachorganisation aber nur mit Fördergeldern.

Der Verein milch.bayern hat eine gemeinsame Position zur zukünftigen Ausrichtung der Milchviehhaltung veröffentlicht. Darin folgt der Verein den Molkereiverbänden aus Bayern und Baden-Württemberg sowie den angeschlossenen Molkereien in der Forderng, die ganzjährige Anbindehaltung hin zu einer Laufstall- oder einer Kombinationshaltung bis zum Jahr 2030 umzustellen. Zudem wünschen sich die Verbände Fördergelder von den Landesministerien. 

Der Erklärung angeschlossen haben sich der Genossenschaftsverband Bayern (GVB), der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV), der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft (VBPM), die Interessengemeinschaft privater Milchverarbeiter Bayerns (IPMB) und der Milchwirtschaftliche Vereins Baden-Württemberg.


Die Mitgliederversammlung des Vereins milch.bayern beauftragte Vorstand und Geschäftsführung, bis zum Frühjahr 2019 praxistaugliche Kriterien für die Kombinationshaltung zu erarbeiten. Dabei sollen Wissenschaft, Molkereien und Erzeugerseite einbezogen werden. Die Definition von Kriterien soll den Landwirten Hilfestellungen bieten und Klarheit über die Ausgestaltung von kombinierten Haltungsformen liefern.

Dachorganisation
milch.bayern e.V. ist der freiwillige Zusammenschluss der bayerischen Milch- und Molkereibranche. Unter dem gemeinsamen Dach wollen die Mitglieder Kompetenzen bündeln, um zentrale Aufgaben der bayerischen Milchwirtschaft zu bearbeiten. Die Mitglieder des milch.bayern verarbeiten laut eigener Angaben rund 90 Prozent der im Freistaat erzeugten Milch.

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