Molkerei

Arla streicht 350 Stellen


Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Die dänische Molkerei Arla hat sich ein Sparprogramm verordnet. Die Reform mit Namen "Calcium" bringt Entlassungen und Werksschließungen mit sich.

Rund 400 Mio. € will die dänische Molkereigenossenschaft bis zum Jahr 2020 einsparen. Von "Calcium" betroffen sind 195 Stellen in Arlas Stammsitz in Aarhus. Darüber hinaus soll die Cheddar-Produktion im Vereinigten Königreich optimiert werden, die dort zusätzliche 154 Arbeitsplätze kosten wird. Unter anderem werden die Produktion am walisischen Standort Llandyrnog sowie die Versandbetriebe in Lockerbie und im englischen Malpas geschlossen. Arla zählt eigenen Angaben zufolge mit zu den größten Käseproduzenten der Insel. Ende April hatte die Molkerei in Deutschland das Werk in Sonthofen an die Allgäuer Hof-Milch verkauft. Insgesamt kostet das Programm 350 Stellen.

Die Einsparungen werden am Ende den Eigentümern, also den Landwirten, über den Milchpreis zugute kommen. Arla gibt sie mit 300 Mio. € an. Der Rest soll in wachstumsorientierte Geschäftsfelder investiert werden. Auslöser für den Reformkurs seien laut Peder Tuborgh, Geschäftsführer von Arla Foods, "zwei unerwartete Entwicklungen, die die Molkerei getroffen" haben. Zum einen nennt er den Brexit und zum anderen die gesunkenen Preise für Fett und Protein. 

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