Auf ein ertragreiches Jahr 2018 blickt der Schwälbchen-Konzern.
Screenshot
Auf ein ertragreiches Jahr 2018 blickt der Schwälbchen-Konzern.

Kalter Milchkaffee im heißen Sommer: Die hessische Molkerei Schwälbchen steigert im Jahr 2018 ihren Gewinn um rund 20 Prozent. 4,5 Mio. Euro werden in neue Lager investiert.

Der hessische Molkerei-Konzern Schwälbchen hat kräftig an der Hitzeperiode des vergangenen Jahres verdient. Unternehmenschef Günter Berz-List erklärte: "Wir sind ganz klar ein Profiteur des Jahrhundertsommers 2018", meldet LZ.net. Die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Monate sei trotz eines schwachen Starts ins Jahr sehr gut gewesen.

Hessens größte Molkerei schreibt nach vorläufigen Zahlen einen Gewinn nach Steuern von mehr als 3 Mio. Euro. Das entspreche einem Anstieg von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, erklärte der Vorstand des börsennotierten mittelständischen Unternehmens mit Sitz in Bad Schwalbach. Der Umsatz der Gruppe legte um 4,5 Prozent auf rund 188 Mio. Euro zu. Bei der Milchverarbeitung habe es einen Zuwachs von 4,5 Prozent auf etwa 137 Mio. Kilogramm gegeben. Den Aktionären stellte Berz-List eine "Jubiläumsdividende" von 80 Cent in Aussicht, nach 60 Cent im Jahr zuvor.

Joghurt und Ayran stark nachgefragt

Vor allem die riesige Nachfrage in den Hitzemonaten nach Frischeprodukten wie Joghurt, Ayran und kalten Kaffeegetränken habe zu den guten Geschäftszahlen geführt, sagte Berz-List. "Bei den Kapazitäten sind wir deshalb aber über einige Wochen auch an unsere Grenzen gestoßen." Abfüllung und Produktion seien bei der Nachfrage phasenweise nicht hinterhergekommen.

Mit Rekordinvestitionen in Höhe von 4,5 Mio. Euro für neue Lager für Verpackungen und Fertigprodukte hat die Molkerei die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Berz-List bezeichnete den Schritt als "Meilenstein" für die Entwicklung des Unternehmens und den Standort Bad Schwalbach. Eine Modernisierung der Abfüllanlagen sei als nächster Schritt geplant. Beim Ausblick für das Jahr 2019 äußerte sich der Unternehmenschef zurückhaltend. Zwar sei geplant, den Vertrieb überregionaler auszubauen und das Sortiment stärker auch im Lebensmittelhandel im Süden und Südwesten Deutschlands zu platzieren. Konkrete Umsatz- und Gewinnziele für das Geschäftsjahr 2019 nannte Berz-List nicht.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats