Monsanto-Übernahme

Bayer auf der Zielgeraden

Die Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG soll in Kürze abgeschlossen werden. Trotz des Verkaufs von Geschäftsbereichen erhofft sich Bayer weiter hohe Synergieeffekte.

Die Spitze des Bayer-Konzerns konnte heute bei der Hauptversammlung noch nicht den Vollzug der Monsonto-Übernahme verkünden. „Nach fast zwei Jahren intensiver Arbeit haben wir fast alle entscheidenden Freigaben erhalten. Wir gehen davon aus, die Transaktion in Kürze abschließen zu können“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann in Bonn. Operativ habe Bayer 2017 bei Umsatz und Ergebnis das Niveau des Vorjahres erreicht. Die Dividende soll zum achten Mal in Folge angehoben werden – auf 2,80 (Vorjahr: 2,70) Euro je Aktie. Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich 2017 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 1,5 (nominal 0,2) Prozent auf rund 35 Mrd. €. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA lag – trotz negativer Währungseffekte – mit 9,3 Mrd. € auf Vorjahresniveau. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 1,0 Prozent auf 6,74 €.

Ausblick auf 2018 unverändert

Der Start ins Geschäftsjahr 2018 sei von negativen Wechselkurseffekten überlagert. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte erhöhte sich der Umsatz im 1. Quartal um 2,0 Prozent (nominal minus 5,6 Prozent) auf 9,1 Mrd. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag währungsbereinigt (wb.) auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Auf dieser Basis bestätigte Bayer den währungsbereinigten Ausblick für das Geschäftsjahr 2018, der allerdings den in Kürze bevorstehenden Abschluss der Monsanto-Übernahme nicht berücksichtigt. So soll der Umsatz wpb. weiterhin im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen und das bereinigte Ergebnis je Aktie sollen sich nach wie vor wb. im mittleren einstelligen Prozentbereich verbessern.

BASF übernimmt Teil des Geschäftes

Bei der Monsanto-Übernahme sieht Baumann Bayer kurz vor dem Ziel. Während des Genehmigungsverfahrens verkaufte Bayer Geschäfte mit einem Umsatz von 2,2 Mrd. € (2017) für einen Basiskaufpreis von insgesamt 7,6 Mrd. € an BASF. Der Erwerb von Monsanto sei heute genauso attraktiv wie vor zwei Jahren. „Ich habe in meiner Karriere schon viele Transaktionen begleitet. Und ich bin überzeugt: Dieses Akquisitionsvorhaben hat unter diversen Aspekten und damit auch insgesamt ein sehr hohes Wertschaffungspotenzial, und zwar für das Unternehmen, unsere Aktionäre und unsere Kunden“, sagte Baumann. Bayer erwartet ab 2019 einen positiven Beitrag zum bereinigten Ergebnis je Aktie. Von 2021 an werde dieser Beitrag voraussichtlich im zweistelligen Prozentbereich liegen. Unter Berücksichtigung der Veräußerungen rechnet Bayer ab 2022 mit jährlichen Beiträgen zum EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,2 Mrd. US-$  durch Synergien.

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Monsanto Bayer AG

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