Nachhaltigkeit

Vion steigt im Tierwohl-Index auf


Tag der offenen Tür im Sommer 2018 beim Vion-Schlachthof im brandenburgischen Perleberg, zu dem anlässlich des 25-jährigen Bestehens mehr als 1000 Besucher kamen.
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Tag der offenen Tür im Sommer 2018 beim Vion-Schlachthof im brandenburgischen Perleberg, zu dem anlässlich des 25-jährigen Bestehens mehr als 1000 Besucher kamen.

Lebensmittelsicherheit, Tierschutz und Transparenz sind für Vion die wichtigsten Nachhaltigkeits-Themen. Die Nachbetäubings-Quote lag bei 99,90 Prozent. Für 2019 sind 99,96 Prozent angepeilt. 

Gleich im Vorwort des dritten CSR-Reports verkündet Vion-CEO Ronald Lotgerink die gute Nachricht: Der niederländisch-deutsche Schlachtkonzern ist auf der weltweiten Business Benchmark von Farm Animal Welfare (BBFAW) in die Stufe 2 aufgestiegen. Die Rangliste analysiert und vergleicht die 150 größten Lebensmittelunternehmen der Welt. Wichtige Maßstäbe sind Tierschutz und Transparenz. Vion hat darin nach den Worten Lotgerinks das dritte Mal in Folge eine bessere Platzierung erzielt.


Bild: Vion


Der Nachhaltigkeits-Report (Corporate Social Responsibility = CSR) gibt Auskunft über die Entwicklungen in 17 Kernthemen, die Vion für sich definiert hat. Strategische Priorität haben dabei die Lebensmittelsicherheit, der Tierschutz bei der Schlachtung, Rückverfolgbarkeit und Produktintegrität sowie die Transparenz in der Kommunikation. Standpunkte von Experten runden die Berichte zu den jeweiligen Schwerpunkten ab. Die niederländische Ministerin für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität, Carola Schouten, etwa unterstreicht die Bedeutung der Landwirte als Fundament der Ernährungssysteme in der Gesellschaft. Der ebenfalls niederländische Radprofi Tom Dumoulin geht näher auf den Nährwert von Fleisch ein, der insbesondere für Profisportler hohe Relevanz hat.

Streng überwacht

In punkto Lebensmittelsicherheit zeigt der aktuelle Report, dass die verkauften Waren zu 100 Prozent entweder nach dem IFS- oder dem BRC-Standard produziert wurden. Diese Vollabdeckung beizubehalten ist ein wesentliches Ziel für das Jahr 2019.

In Sachen Tierschutz führt Vion eine Quote von 99,90 Prozent an Tieren an, die am Schlachtband nicht nachbetäubt werden mussten. Das Ziel für 2019: 99,96 Prozent. Im laufenden Jahr will sich die Unternehmensgruppe unter anderem an einem neuen Forschungsprojekt zur Schweinebetäubung durch das Friedrich-Loeffler-Institut beteiligen. In Bezug auf die Tierhaltung stammten 15 Prozent der an Vion gelieferten Tiere (2,58 Mio.) aus Programmen mit höheren Tierschutzanforderungen. Lediglich ein Anteil von 0,8 Prozent der Tiere kam aus Bio-Betrieben (139.000).

Das genossenschaftlich organisierte Unternehmen will Fleisch verstärkt als Teil einer gesunden Ernährung positionieren. Hierzu hat Vion beispielweise Produkte entwickelt, die einen höheren Proteinanteil vorweisen bei gleichzeitig weniger Kalorien als herkömmliche Erzeugnisse.

Mitarbeiter sind wichtiges Kapital

Nicht zuletzt liegt den Verantwortlichen auch die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter am Herzen. Die Abwesenheitsrate lag dem Bericht zufolge 2018 bei 4,6 Prozent, das Ziel ist, diese Quote auf 4,3 Prozent zu drücken. Außerdem steht die Überprüfung der Qualität  von Wohnungen für Fremdarbeitskräfte auf der to-do-Liste.

In einem CSR-Bericht darf natürlich die ökologische Komponente nicht fehlen. So weist der Fleischkonzern gesammelt seinen Verbrauch an Energie (710 MJ pro verkaufte Tonne) und Wasser (1,91 m3 pro Tonne) sowie die Treibhausgas-Emissionen (79 kg CO2-Äquivalente pro Tonne) aus.

Zu den ökonomischen Zielen zählt bei den Genossen unter anderem die regionale Herkunft: Laut Report stammten 94 Prozent der an Vion-Schlachthöfe gelieferten Schweine aus einem Radius von bis zu 200 km. Bei Rindern lag der Anteil bei 88 Prozent.

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