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Landwirte dürfen ihre Ferkel bald per Inhalation betäuben. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat das Mittel jetzt in Deutschland erlaubt.

Isofluran Baxter vet darf als Inhalationsnarkotikum für Hunde, Katzen, Pferde und erstmalig auch für Schweine verwendet werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat das Tierarzneimittel zur Allgemeinnarkose während der Kastration männlicher Ferkel bis zum 7. Lebenstag zugelassen. Zur Kastration von Ferkeln darf Isofluran aber nur in Verbindung mit einem geeigneten Analgetikum angewendet werden, das vor der Kastration verabreicht werden muss, um postoperative Schmerzen zu lindern. 

Damit bekommen Sauenhalter nun eine Alternative zur Injektionsnarkose mit Ketamin oder Azaperon. Bisher durfte die Anwendung nur von einem Tierarzt durchgeführt werden. Das Landwirtschaftsministerium will das jetzt ändern, kündigt Julia Klöckner als Reaktion auf die Zulassung an. „Die Zulassung von Isofluran als Tierarzneimittel ist ein wichtiger Schritt, um der gesetzlichen Anforderung der Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration nachkommen zu können", so die Bundeslandwirtschaftsministerin. Sie werde zeitnah die notwendige Verordnung vorlegen. Mit der werde es dann auch praktisch für die Landwirte mit nachgewiesener Sachkunde möglich sein, das Mittel anzuwenden.

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