Neuzulassungen

Weizensorten werden gesünder

Foto: Saaten-Union

Neue Winterweizensorten sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Einige der 15 Neuzulassungen 2021 weisen spezielle Qualitäten auf. Zwei Sorten sind für den Ökolandbau geprüft.

Für die Deutsche Saatveredelung (DSV) hat das Bundessortenamt im März die A-Sorte Attribut neu zugelassen. Nach Angaben der DSV kombiniert sie Blattgesundheit und Standfestigkeit mit Fallzahlstabilität bei guter Sortierung. Erstes Z-Saatgut steht zur Aussaat 2021 zur Verfügung. Das ist nicht der Fall für die zweite neue A-Sorte des Züchters Artengo. Hier muss die Vermehrung noch aufgebaut werden.

Ebenfalls neu im A-Sortiment ist die KWS-Sorte Jubilum, für die der Züchter die sehr geringe Anfälligkeit gegenüber Braunrost hervorhebt. Die zweite neue A-Sorte Imperium wiederum weist nach KWS-Angaben besondere Stärken gegen Mehltau und Gelbrost auf. Wegen der hohen Ährengesundheit sei es möglich, diese Sorte nach Mais anzubauen. KWS erwartet schließlich für eine dritte neue A-Sorte Patronum eine Zulassung im Sommer 2021. Landwirte können alle drei Sorten im KWS-Versuchsnetzwerk Weizen4Ort besichtigen.

Quelle: BSA


Für Secobra ist der relativ kurze, standfeste A-Weizen Kastell zugelassen worden. Der Züchter hebt die Kombination der sehr geringen bis mittleren Anfälligkeiten gegenüber Gelb- und Braunrost sowie Ährenfusarium hervor. Secobra hat außerdem die C-Sorte Pepper  neu im Programm, die als Keksweizen geprüft ist. Mit guten agronomischen Eigenschaften und hohen Erträgen eignet sie sich nach Angaben des Züchters auch für Stärke- und Brauweizenproduktion.

Neu im Vertrieb der Saaten-Union ist die A-Sorte SU Jonte. Das Vertriebsunternehmen nennt als Eigenschaften Fallzahlstabilität bei hoher Ertragsleistung. Außerdem hebt es die gute Resistenzausstattung insbesondere gegen Fusarium hervor. Als Low-Input-Sorte ist außerdem der B-Weizen SU Fiete neu dabei. Hier betont die Saaten-Union die geringe Anfälligkeit gegenüber Mehltau und Gelbrost. Schließlich ist ein neuer Hybridweizen zugelassen worden. Die Saaten-Union nennt als Eigenschaften der ertragreichen B-Sorte SU Hycartney eine vergleichsweise geringe Lager-Anfälligkeit und sehr gute Resistenzeigenschaften in den Merkmalen Halmbruch und Ährenfusarium.

Aus dem B-Sortiment hat die I.G. Pflanzenzucht mit Akasha eine neue Sorte der Pflanzenzucht Oberlimpurg (PZO) im Programm. Die kurze Sorte weist neben guter Blatt- und Ährengesundheit auch eine Resistenz gegen die Orangerote Weizengallmücke auf. Die I.G. Pflanzenzucht empfiehlt die Sorte für alle Anbauregionen. Wegen der sehr geringen Anfälligkeit gegenüber Ährenfusarium könne die Sorte auch nach Mais angebaut werden.

Außerdem hat das Bundessortenamt für den Züchter Sejet Plant Breeding, der zum dänischen DLG-Konzern gehört, die B-Weizensorte Knut und die Futterweizensorte Revolver zugelassen. Beide Weizensorten bringen hohe Erträge und sind bei insgesamt guter Gesundheit auch resistent gegen die Orangerote Weizengallmücke.

Zwei Sorten speziell für den Ökolandbau

Für den Ökolandbau geprüft hat das Bundessortenamt die Sorte Blickfang von Secobra, die als A-Qualität eingestuft ist. Der Züchter hebt die gute Unkrautunterdrückung und Blattgesundheit bei sehr geringer Fusariumanfälligkeit der ertragsstarken Sorte hervor. Schließlich ist aus der Ökozüchtung des Dottenfelderhofes die E-Sorte Castado neu in die Sortenliste aufgenommen.
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