Niederlande

Agrifirm verkündet gutes Ergebnis für 2018

Trotz widriger Umstände auf dem globalen Markt kann die größte Genossenschaft der Niederlande ihre Gewinne steigern. Die Mitglieder können sich auf eine um 3 Millionen € höhere Ausschüttung freuen.

Die niederländische Landwirtschaftsgenossenschaft Agrifirm hat ihre Zahlen für das Jahr 2018 vorgelegt. Die Niederländer konnten ihren Nettogewinn um 5,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr auf 44 Mio. € steigern. Davon sollen 28 Mio. € an die Mitglieder ausgeschüttet werden. Das wären 3 Mio. € mehr als im vergangenen Jahr. Interessant ist das vor dem Hintergund der kontinuierlich schwindenden Verkaufsumfänge seit 2014. Besondere Einbußen verzeichnet das Unternehmen beim Mischfutter. Während in 2014 noch 4,25 Mio t. verkauft wurden, wechselten 2018 nur noch 3,6 Mio. t. den Besitzer. Im Bereich Getreide, Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten sind die Verkaufsumfänge im Jahr 2018 bei 339.000 t. angelangt. Zum Vergleich: Noch 2014 rollten noch 612.000 t. über die Laderampe.

Dick Hordijk, Agrifirms CEO, gab sich dennoch zufrieden mit dem Ergebnis. Die Kunden der Genossenschaft stünden auf der ganzen Welt Herausforderungen gegenüber. Diesen begegne Agrifirm, indem sich die Genossen besonders auf große Kunden konzentrieren, die Kosten senken und die Gewinnmargen erhöhen. Schwierig ist es derzeit auch am Fleischmarkt: In den Niederlanden sank die Anzahl der Schweinehaltern und der Rinderbetriebe nach dem Phosphat-Reduktionsgesetz spürbar. In China gerät der Markt durch die grassierende Afrikanische Schweinepest unter Druck. Auch der Amerikanisch-Chinesische Handelskrieg und ein Fleischskandal in Brasilien führen zu einer allgemein angespannten Lage für Agrifirm. Potential sieht Hordijk jedoch weiterhin in Brasilien und beim Joint Venture in der Ukraine. Die Exporte in den Mittleren Osten und Afrika wuchsen weiterhin an.



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