Niedersachsen

Reges Interesse an Grundfutterbörse

Niedersachsens Tierhalter haben großes Interesse an der Grundfutterbörse, die vor gut zwei Wochen eingerichtet wurde. Das Landvolk meldet bereits 200 Angebote und Nachfragen.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat die Börse federführend für das „Grüne Zentrum“ eingerichtet und damit den Landwirten einen Marktplatz für Grundfutter gegeben. Die lang anhaltende Trockenheit und die große Hitze der Sommermonate hat überall im Land auf Wiesen und Weiden das Gras verdorren lassen, auch die Maisernte fällt deutlich geringer aus als in anderen Jahren. Damit fehlen die wichtigsten Futterpflanzen für die Winterfütterung der rund 2,7 Mio. Rindviecher in Niedersachsen. Aber auch bei Schaf- und Ziegenhaltern sind die Grundfuttervorräte für die Wintermonate häufig nicht ausreichend, zumal die Tiere bereits seit Wochen zugefüttert werden müssen.

Warnung vor der Schweinepest

Absehen sollten Tierhalter aber vom Zukauf von Stroh oder Heu aus östlichen Ländern. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Osteuropas immer weiter aus. Auch Ungarn ist mittlerweile betroffen. Es besteht die große Gefahr, das Virus über Futtermittel und Einstreu mit einzuschleppen.

Milchviehhalter haben sich im Rahmen des Qualitätsmanagements Milch zudem verpflichtet, nur Futtermittel zuzukaufen, die der Futtermittelrahmenvereinbarung beigetreten sind und über die Organisation „Qualität und Sicherheit“ (QS) gelistet sind. Das Landvolk Niedersachsen appelliert daher an die Tierhalter, die Chancen der Grundfutterbörse zu nutzen, um Futterlücken zu schließen.

Hoffnung auf Zwischenfrüchte

Außerdem hoffen die Landwirte weiter auf Regen, damit auf abgeernteten Getreide- oder Maisfeldern nun noch Ackergras als Zwischenfrucht eingesät werden kann. Die Nutzung dieser Ackergräser im Herbst könnte ebenfalls die knappe Grundfutterversorgung aufbessern.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats