Notfallzulassung

Belgien erlaubt Neonics in Zuckerrüben


Die Beiz-Erlaubnis ist in Europa zunehmend ungleich verteilt.
SES
Die Beiz-Erlaubnis ist in Europa zunehmend ungleich verteilt.

Rübenbeizen, die Neonicotinoide enthalten, dürfen nächstes Jahr in Belgien eingesetzt werden. In Deutschland wollen Syngenta und Nufarm eine Notfallzulassung beantragen.

Seit Dienstag ist es offziell. Zuckerrübensaatgut mit Neonicotinoiden darf in Belgien in der Zeit vom 15. Februar bis 14. Juni 2019 eingesetzt werden. Vor Kurzem hatte Polen eine befristete Zulassung erteilt. In Deutschland ist der Einsatz von Neonics weiter verboten. Nach Informationen von agrarzeitung.de wollen sich verschiedene Pflanzenschutzunternehmen, darunter Sygenta und Nufarm eine Notfallzulassung für den Einsatz von Neonics beantragen, eine Stellungsnahme der Unternehmen steht aus.
Erlaubt ist der Einsatz auch in Ungarn mit einer Aussaatbegrenzung vom 1. März bis 28. Juni 2019 sowie in Tschechien vom 1. Februar bis 31. Mai 2019.  In Frankreich steht noch nicht fest, inwieweit sich die Rübenbranche sich zu einem Antrag auf Notfallzulassung einsetzen wird. In Österreich dürfte in diesen Tagen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger eine entsprechende Zulassung für das Frühjahr unterzeichnen.

Mit diesen Ausnahmen dürfte es zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen. Hinzu kommt, dass beispielsweise die polnische Regierung gebeiztes Saatgut nur von heimischen Züchtern akzeptiert. So darf mit Neonics gebeiztes Rübensaatgut von deutschen Anbietern nicht in Polen verkauft und eingesetzt werden.





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