Öffentlichkeitsarbeit

DRV plädiert für Enquete-Kommission


Holzenkamp sieht die Politik mehr in der Pflicht.
Foto: J_Struck
Holzenkamp sieht die Politik mehr in der Pflicht.

Die Landwirtschaft kann ihr Akzeptanzproblem in der Gesellschaft nicht allein lösen. DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp, hält größere Unterstützung aus der Politik für unverzichtbar.

In dieser Woche hat der DRV die Zahlen für das Jahr 2017 vorgelegt. Zusätzlich äußerte sich der Verband zur gesellschaftlichen Diskussion über die Landwirtschaft.

Als geeignetes Instrument zur Image-Verbesserung schlägt der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp, die Einrichtung einer Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag vor. Nach seiner Einschätzung könne die Landwirtschaft mit ihren Interessenvetretungen allein die Akzeptanzprobleme nicht bewältigen, erklärte der DRV-Präsident  auf der Jahrespressekonferenz in Berlin.

Bei einer Enquete-Kommission handelt es sich um eine vom Deutschen Bundestag eingesetzte Arbeitsgruppe, die zur Lösung besonderer und langfristiger Fragestellungen beitragen soll. Gebildet wird sie aus Vertretern politischer Parteien unter Beteiligung externer Fachleute, um juristische, ökonomische sowie soziale oder auch ethische Aspekte abzuwägen und Positionen zu erarbeiten.

Der DRV werde frühzeitig nach Bildung einer neuen Bundesregierung mit dem Agrarausschuss des Bundestages in Kontakt treten um die Enquete-Kommission vorzuschlagen, erklärt Holzenkamp, der 12 Jahre lang für die CDU als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Cloppenburg-Vechta aktiv war und somit die politischen Prozesse in Berlin bestens kennen sollte. Beschlossen werden müssen derartige Einrichtungen anschließend vom Parlament. Enquete-Kommissionen arbeiten in der Regel während einer gesamten Legislaturperiode. Daher wäre ein frühzeitiger Beginn anzustreben, so Holzenkamp.    




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