Die Förderung der ökologischen Landwirtschaft soll in der Reform der EU-Agrarpolitik breit verankert werden. Nach dem Wunsch des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sollen mehr Landwirte umstellen. Der Öko-Landbau solle zum Leitbild für die europäische Agrarpolitik werden, fordert der BÖLW in seiner Stellungnahme zu den Vorschlägen der EU-Kommission. Deshalb müsse die Öko-Landbauförderung schon ab 2014 als verpflichtender Förderbestandteil der 2. Säule gelten und der EU-Anteil an deren Finanzierung auf 80 Prozent angehoben werden. Darüber hinaus müsse für das von der EU-Kommission vorgesehene „Greening" der 1. Säule sichergestellt werden, dass eine mindestens dreigliedrige Fruchtfolge eingehalten wird und mindestens 10 Prozent Eiweißpflanzen auf Europas Äckern wachsen. Gentechnisch veränderten Pflanzen hingegen will der BÖLW auf diese Weise einen Riegel vorschieben. Zudem soll ein umfängliches Umbruchverbot den Verlust an Grünland stoppen. In seinem Forderungspapier lehnt der BÖLW jegliche Kürzung der Agrarförderung ab. Sie sollten allerdings dem Prinzip "öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen" folgen. (brs) 
stats