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Der österreichische Öko-Verband "Ernte" erwartet 300 Umstellungsbetriebe im Herbst diesen Jahres. Damit würden etwa 10.000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche auf biologisch Wirtschaftsweise umgestellt, sagte Pressesprecher Franz Purkarthofer gegenüber dem Agrarinformationsdienst AIZ, Wien. Insgesamt werden in Österreich bereits rund 272.000 ha oder 9 Prozent der gesamten Agrarfläche ökologisch bewirtschaftet.

Die Ursachen für den Zulauf, den der Öko-Landbau in Österreich hat, liegen in der "Perspektivlosigkeit in der konventionellen Landwirtschaft", so der Marketing-Chef des Verbandes, Herbert Allerstorfer. Die Situation im Markt für Öko-Getreide und andere Öko-Ackerbauprodukte sei für den Landwirt besser. Schweinehaltungen würden trotz der großen Nachfrage nach Bio-Fleisch noch zaghaft umgestellt, da es noch gute Preise für konventionell erzeugtes Fleisch gäbe.

Insgesamt werden etwa 20 Prozent der österreichischen Ökoerzeugnisse ins Ausland exportiert. Der Ernte-Verband rechnet damit, dass der Anteil bis 2005 auf 35 Prozent anwächst. (ED)
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